Hier schiesst Scherwey seinen SCB zum Break
4:17
EV Zug – SC Bern 3:4:Hier schiesst Scherwey seinen SCB zum Break

Erst vier Flaschen, dann vier Tore
EVZ-Rekordmann Genoni öffnet den Bernern das Türchen

Playoff-Zeit, Genoni-Zeit. Doch zum Auftakt wird der Goalie des EV Zug nur vor dem Spiel gefeiert. Zum Schluss ist es ein gebrauchter Abend für den Nati-Keeper.
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NL-Direktor Denis Vaucher überreicht Leonardo Genoni vor dem 907. NL-Einsatz eine Weinkiste, von EVZ-Sportchef Reto Kläy gibts ein Rekord-trikot.
Foto: keystone-sda.ch
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Von NL-Direktor Denis Vaucher gibt es vor dem Spiel einen Kasten mit vier Flaschen Wein, von EVZ-Sportchef Reto Kläy ein Trikot mit der Nummer 907: Zug-Goalie Leonardo Genoni (36) wird dafür geehrt, dass er die Rekordmarke von Reto Pavoni egalisiert hat.

Goalies mit den meisten Einsätzen in der NLA/NL
  • 1. Leonardo Genoni (Davos, Bern, Zug) 907
  • Reto Pavoni (Kloten, Servette, Fribourg) 907
  • 3. Tobias Stephan (Chur, Kloten, Zug, Lausanne) 905
  • 4. Marco Bührer (Kloten, Chur, Bern) 871
  • 5. Ronnie Rüeger (Kloten, Ambri, Zug, Lugano) 764
  • 6. Lars Weibel (Biel, Davos, Lugano, Zug) 737
  • 7. Renato Tosio (Chur, Bern) 726
  • 8. Ari Sulander (ZSC Lions) 646
  • 9. Benjamin Conz (Servette, SCL Tigers, Fribourg, Ambri) 637
  • 10. Daniel Manzato (Kloten, Ambri, Basel, SCRJ Lakers, Lugano, Servette, Bern) 514
  • Quelle: Eliteprospects.com
  • 1. Leonardo Genoni (Davos, Bern, Zug) 907
  • Reto Pavoni (Kloten, Servette, Fribourg) 907
  • 3. Tobias Stephan (Chur, Kloten, Zug, Lausanne) 905
  • 4. Marco Bührer (Kloten, Chur, Bern) 871
  • 5. Ronnie Rüeger (Kloten, Ambri, Zug, Lugano) 764
  • 6. Lars Weibel (Biel, Davos, Lugano, Zug) 737
  • 7. Renato Tosio (Chur, Bern) 726
  • 8. Ari Sulander (ZSC Lions) 646
  • 9. Benjamin Conz (Servette, SCL Tigers, Fribourg, Ambri) 637
  • 10. Daniel Manzato (Kloten, Ambri, Basel, SCRJ Lakers, Lugano, Servette, Bern) 514
  • Quelle: Eliteprospects.com

Eigentlich wäre so eine Ehrung erst angebracht, wenn eine neue Bestmarke aufgestellt wird. Doch man wollte wohl einerseits nicht den Sportsgeist des Publikums in Bern, wo Genoni immerhin zwei seiner sieben Meistertitel (die letzten des SCB 2017 und 19) errungen hatte, prüfen und andererseits dem Zuger Anhang eine Feier gönnen.

Standing Ovations für einen verdienten gegnerischen Spieler in der Postfinance-Arena hätten aber bestimmt für mehr Gänsehaut-Atmosphäre gesorgt. In Zug huldigen die Fans derweil mit einer Choreo dem «König vu Zug» Reto Suri (34), der zu seinem letzten Tanz bittet.

Bitter für Genoni: Zum Start in die Playoffs gibt es nicht nur vier Flaschen Rotwein, sondern auch vier Gegentreffer. Dabei sieht der Nati-Keeper, der in den Playoffs die Gegner Jahr für Jahr zur Verzweiflung gebracht hat, vor allem beim Anschlusstor zum 2:3 nicht gut aus, als er einen Handgelenkschuss von Romain Loeffel aus grosser Distanz passieren lässt. Das untermalt auch seine Reaktion auf das Tor. Genoni sackt nach vorne zusammen.

Zug ist mehr denn je auf Genoni angewiesen

Auch beim 3:3 durch Simon Kindschi macht der Mann aus der Schokoladenfabrik-Gemeinde Kilchberg ZH keinen unwiderstehlichen Eindruck, auch wenn der Schuss des Verteidigers noch abgelenkt ist. Wieder fällt Genoni danach in sich zusammen.

Dass Genoni in den Playoffs schwächelt, ist man sich nicht gewohnt. Dabei ist der EVZ derzeit mehr denn je darauf angewiesen, dass sein Goalie eine Wand ist. Denn die Stabilität in der Defensive aus den Meisterjahren ist nur noch in Spurenelementen vorhanden, obwohl das Personal in der Abwehr mit Ausnahme von Livio Stadler wieder komplett ist.

Nun wird niemand, und erst recht niemand in Bern, Genoni nach einem gebrauchten Abend abschreiben. Noch jedes Mal ist er wieder aufgestanden. Nicht umsonst hat keiner mehr Titel in den Playoffs geholt als Genoni.

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
38
45
81
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
38
29
69
3
Lausanne HC
Lausanne HC
38
30
68
4
HC Lugano
HC Lugano
37
27
65
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
38
4
65
6
ZSC Lions
ZSC Lions
37
19
61
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
37
-8
58
8
EV Zug
EV Zug
36
-7
56
9
SCL Tigers
SCL Tigers
37
3
51
10
SC Bern
SC Bern
37
-11
47
11
EHC Biel
EHC Biel
37
-16
46
12
EHC Kloten
EHC Kloten
37
-17
46
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
37
-38
41
14
HC Ajoie
HC Ajoie
38
-60
29
Playoffs
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