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Ich will das Unentschieden im Eishockey zurück!

Im Weltsport Fussball ist das Unentschieden fixer Bestandteil des Unterhaltungsprogramm. Warum geht das beim Eishockey nicht?
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Im Eishockey soll wieder das Unentschieden eingeführt werden.
Foto: Claudio Thoma / freshfocus
Dino Kessler

Mein Erstkontakt mit Eishockey war ein 3:3 zwischen Bern und Biel, zu später Stunde heimlich mitgehört am Radio (das waren früher richtige Apparate), mitreissend geschildert von Chasper Stupan. Der gute Mann versuchte verzweifelt, seinen Hörern die Bedeutung dieses Resultats zu vermitteln, brachte es doch irgendwie beide Teams nicht weiter. Ich erinnere mich aber an den Satz: «Scheinbar sind doch alle zufrieden.» So konnte ich also beruhigt einschlafen.

Ich wünsche mir das Unentschieden zurück. Im kommerziell durchgetakteten Fussball gibt es das Remis auch, und warum sollten nach einem Sportanlass nicht alle bestens gelaunt (und zeitig) nach Hause? Muss es denn immer einen Verlierer geben?

Die Eishockey-Partien werden ja mittlerweile bis zur Unkenntlichkeit ausgewalzt, die Verlängerung mit sechs Mann ist ein Jux, klar, aber im Grunde kein Eishockey, das ist Hubba-Bubba (eigentlich ein Kaugummi, passt aber wunderbar) und selbst dabei einigen sich die Mannschaften manchmal auf einen Waffenstillstand. Und dann kommt wieder eine Pause, weil das Eis für die langatmige Penaltyschiesserei ja gereinigt werden muss.

Eigentlich ist das Unentschieden ja eine Win-Win-Situation für alle (keiner verliert, der Zuschauer verpasst das letzte Tram nicht), aber das Win-Win löst beim Sport ja auch wieder ein ungutes Gefühl aus.

Unentschieden? Zurück in die sportliche Steinzeit? Spinnt der? Nein. Das ist nur ein Beitrag zur Entspannung. Nur schon der Gedanke ans Unentschieden senkt den Blutdruck, die aufregenden Verlängerungen finden sowieso erst in den Playoffs statt. In der Qualifikation darf es ruhig heissen: Bern 3, Biel 3. Gute Nacht.

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
32
44
71
2
Lausanne HC
Lausanne HC
31
27
59
3
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
32
25
59
4
HC Lugano
HC Lugano
30
21
53
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
32
-3
53
6
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
32
-5
52
7
ZSC Lions
ZSC Lions
31
16
49
8
EV Zug
EV Zug
29
1
47
9
SCL Tigers
SCL Tigers
31
-5
39
10
EHC Biel
EHC Biel
31
-10
38
11
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
31
-27
37
12
SC Bern
SC Bern
31
-11
36
13
EHC Kloten
EHC Kloten
30
-22
34
14
HC Ajoie
HC Ajoie
31
-51
24
Playoffs
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