Fribourg führt den HCD vor!
4:37
Deutlicher 7:3-Sieg:Fribourg führt den HCD vor!

Dinos Check
Das Ende der G4 im Schweizer Eishockey?

Haben die grossen vier des Schweizer Eishockeys die Entwicklung verpasst? Erstmals seit 1999 könnte ein Klub den Titel holen, der nicht Davos, Zürich, Bern oder Lugano heisst. Ein Gedankenspiel.
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Wieder jubelt Servette: Der SCB tut sich im Viertelfinal schwer.
Foto: Urs Lindt/freshfocus
Dino Kessler

Die grossen Vier? Nur noch Fragmente. Der SCB weiss gerade nicht, wie ihm geschieht. Zürich weiss das genau: ein Sieg im letzten Saisonspiel ist für einmal genauso bedeutungslos wie eine Niederlage.

Der HCD hat das Ärgste noch vor sich und dabei nicht die leiseste Vorstellung, wie sich das anfühlen wird. Lugano findet kein Rezept gegen den EVZ, nicht mal die im letzten Frühling noch eindrücklich demonstrierte typische «Grinta» ist spürbar.

Die grossen Vier haben den Titel in den vergangenen 20 Saisons stets unter sich ausgemacht, eine Dominanz der überlegenen Finanzkraft, eine sportliche Oligarchie.

Andere Klubs waren nur Sparringpartner

Mehr als gelegentliche Gastauftritte als Sparringpartner in Finals wurde anderen nie zugestanden. Ambri (1), Kloten (2), Genf (2), Fribourg und Zug (je 1) können ein Klagelied darüber singen, in allen anderen Finalserien blieben die «G4» gepflegt unter sich. Kannibalen.

Werden die G4 nun zum Opfer ihrer Dominanz, weil sie die Entwicklung verpasst haben? Einzelne Klubs wie Zug oder Lausanne haben die finanzielle Kluft zumindest verringert. Andere Vereine (und jetzt wird es interessant) haben die sportlichen Bemühungen intensiviert und investieren mehr Manpower in Talentsichtung und Akquise.

Während sich die Monsieurs unter den Klubs immer noch auf dem Königsweg wähnen: man jagt sich gegenseitig die Topspieler ab und kurbelt damit die Lohnspirale weiter an (mit dem Kollateralschaden für die Liga, dass sich die Machtverhältnisse lange Zeit nur innerhalb des erlauchten Zirkels etwas verschoben).

Davos dürfte sich aus Elite verabschiedet haben

Natürlich ist das aktuelle Resultatbulletin nur eine Momentaufnahme. Davos dürfte sich aber für die überschaubare Zukunft  aus der Elite verabschiedet haben, Zürich muss sich höchstens auf allen Ebenen hinterfragen.

Klar: Für Bern und Lugano ist (theoretisch) immer noch alles möglich. In der Liga ist (auf dem sportlichen Parkett) aber Bewegung entstanden, in vielen Klubs wird nachhaltig(er) gearbeitet. Eine Tendenz, der sich die Grossen irgendwann nicht mehr verschliessen können.

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
41
50
87
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
42
40
79
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
43
10
76
4
HC Lugano
HC Lugano
42
30
75
5
ZSC Lions
ZSC Lions
42
24
73
6
Lausanne HC
Lausanne HC
44
20
73
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
42
-11
64
8
EV Zug
EV Zug
42
-14
61
9
SCL Tigers
SCL Tigers
43
4
60
10
SC Bern
SC Bern
42
-11
56
11
EHC Biel
EHC Biel
42
-21
52
12
EHC Kloten
EHC Kloten
42
-19
50
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
42
-42
46
14
HC Ajoie
HC Ajoie
43
-60
36
Playoffs
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