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Der Grogg-Blog zum Eishockey-Kultfilm «Slap Shot»
Sind fiese Attacken und Nasenbisse heute überflüssig?

Sonntagsblick-Kolumnist Stefan Grogg über den Eishockey-Kultstreifen «Slapshot» und den Zusammenhang mit der Gegenwart.
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2002: Grogg gibt Sandro Rizzi vom HCD eine Rechte mit auf den Weg.
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Stefan Grogg

Ulkige Sprüche, Massenschlägereien und Situationskomik allererster Güte - der Kultfilm Slap Shot (1977) mit Paul Newman ist bis heute in aller Hockeybegeisterten Munde. Unvergesslich der Part, in dem die Hanson-Brüder aus der Umkleide in Polizeigewahrsam genommen werden. Der Dreh lehnte sich damals an tatsächlich passierte Eklats aus unteren Ligen Nordamerikas an. Lebenslange Spielersperren aufgrund fieser Attacken von Gästespielern an Heimfans oder gar Nasenbisse unter den Kontrahenten auf dem Eisfeld gab es wirklich!

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So kommuniziert Grogg: Via Infrarot-Software wird die Steuerung kalibriert und Grogg kann den Cursor mit den Augen steuern.
Foto: PIUS KOLLER

Dieser rüde, wilde Eishockey-Westen ist natürlich längst ein Relikt aus Opas sagenumwobener Geschichtenkiste. Puristen würden gar behaupten, das körperliche und einschüchternde Element sei dieser Tage auf dem Eis irrelevant. Selbst die hie und da noch leicht übergewichtigen Akteure wie zu meiner Aktivzeit sind bis dato vollends verschwunden. Unbestritten hat sich der Sport punkto Tempo und Spielintensität unaufhaltsam weiterentwickelt.

Gründe dafür? Die Nulltoleranz-Regeln sowie die 1998 abgeschafften Zweilinienpässe sorgen mit dafür, dass die Cracks geschwindigkeitsmässig kaum mehr gebremst werden. Folglich entstehen verheerendere Kollisionen. Nicht umsonst wird eine Wiedereinführung der roten Linie diskutiert.

Der Schutz der Spieler-Gesundheit geniesst zurecht Priorität. Sicherheitsmassnahmen sind also automatisch daseinsberechtigt. Die Bedeutsamkeit körperlich robuster Profis ist dennoch nicht von der Hand zu weisen. Nicht zufällig machen meistens zäh-kantige Profis in Meisterschaftsrennen den Unterschied aus. Bei aller Wildwest-Liebhaberei: Härte definiert sich halt nicht bloss durch austeilen, sondern vor allem durch die Fähigkeit einstecken zu können.

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National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
41
50
87
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
41
39
77
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
43
10
76
4
HC Lugano
HC Lugano
41
31
74
5
Lausanne HC
Lausanne HC
43
19
71
6
ZSC Lions
ZSC Lions
41
22
70
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
41
-9
64
8
SCL Tigers
SCL Tigers
42
5
59
9
EV Zug
EV Zug
41
-15
58
10
SC Bern
SC Bern
41
-13
53
11
EHC Biel
EHC Biel
41
-20
51
12
EHC Kloten
EHC Kloten
41
-18
50
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
41
-40
46
14
HC Ajoie
HC Ajoie
42
-61
34
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