Das meint BLICK
Jetzt spürt der SCB auch den Atem von Biel

Leonardo Genoni ist schon weg. Jetzt baggert Biel an Goalie-Juwel Philip Wüthrich. Der SCB kommt von allen Seiten unter Druck, schreibt BLICK-Eishockey-Chef Stephan Roth in seinem Kommentar.
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BLICK-Eishockey-Chef Stephan Roth.
Stephan Roth

Drei Meistertitel in den letzten vier Saisons sind eine eindrückliche Bilanz. Der SC Bern ist oder war zumindest das Mass aller Dinge: sportlich eine Macht und dank dem seit Jahren besten Zuschauer-Schnitt Europas (letzte Saison 16'290) sowie den (Neben-)Verdiensten aus der hauseigenen Gastronomie auch finan­ziell auf der Höhe.

Doch der Wind hat sich gedreht. Die Berner haben keinen Mäzen. Und beim SCB klagte man zuletzt über das viele Geld, welches Zug oder Lausanne in ihre Mannschaften ­investierten. Meister-Goalie Leonardo Genoni wechselte auf diese Saison hin zum EVZ, die ehemaligen SCB-Stürmer Joël Vermin und Christoph Bertschy waren bei ihrer Rückkehr aus Nordamerika den Lockrufen aus dem Waadtland erlegen.

Doch auch Biel hat sich still und leise zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten an der Transfer-Front gemausert. Der aufstrebende Klub hat nicht nur eine moderne Tissot-Arena, sondern inzwischen auch 500 Donatoren, die zusammen rund 4 Millionen pro Saison einschiessen dürften.

Der EHC Biel will mitmischen. So sollen sich die Seeländer unlängst bei einem Spielervermittler beklagt haben, als ihnen dieser einen Star nicht angeboten hatte, weil er glaubte, dass sie finanziell nicht mit den Grossen mithalten können. Kommt ein interessanter Spieler auf den Markt, muss man auch mit Biel rechnen. Das ­haben die Rot-Gelben mit den Transfers von Jonas Hiller, Beat Forster, Damien Brunner, Damien Riat, Luca Cunti oder Yannick Rathgeb bewiesen.

Und Sportchef Martin Stein­egger macht auch vor dem ­Territorium des SCB nicht halt, wie sich bei Goalie-Talent Philip Wüthrich zeigt. Die SCB-Leihgabe mag in den Playoffs auf dem Weg zum Meistertitel in der Swiss League bei Langenthal noch über ihren Verhältnissen gespielt haben, hat aber sicher ein grosses Potenzial.

Da wäre es für die Stadtberner fatal, wenn ihnen Biel das Goalie-Juwel wegschnappen würde. Zumal die Genoni-Nachfolge mit Niklas Schlegel noch nicht ein für alle Mal geregelt scheint.

Zwei Rathgeb-Penaltys schocken dominante Zuger
3:58
Bieler entführen zwei Punkte:Zwei Rathgeb-Penaltys schocken dominante Zuger
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National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
38
45
81
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
38
29
69
3
Lausanne HC
Lausanne HC
37
33
68
4
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
38
4
65
5
HC Lugano
HC Lugano
36
24
62
6
ZSC Lions
ZSC Lions
37
19
61
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
37
-8
58
8
EV Zug
EV Zug
36
-7
56
9
SCL Tigers
SCL Tigers
37
3
51
10
SC Bern
SC Bern
37
-11
47
11
EHC Biel
EHC Biel
37
-16
46
12
EHC Kloten
EHC Kloten
37
-17
46
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
37
-38
41
14
HC Ajoie
HC Ajoie
38
-60
29
Playoffs
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