Am Freitag kam Lugano in Bern zu einem 4:1-Sieg, ohne dabei grossen Aufwand betreiben zu müssen. Dass das nicht reicht, dürften sich die Tessiner bewusst sein. So übernehmen sie gegen die SCL Tigers sofort das Kommando und gehen auch früh in Führung. Dabei spielen sich Fazzini und Torschütze Sanford in aller Ruhe durch die Abwehr, ehe der amerikanische Stanleycupsieger (2019 mit St. Louis) gelassen zum 14. Mal in dieser Saison trifft. Verteidiger Lehmann (18) bezahlt dabei Lehrgeld.
Die Tigers werden danach ihrerseits mehrfach torgefährlich. Sekac muss in höchster Not vor Kinnunen klären. Und Goalie Schlegel behält nach einem schönen Angriff der Gäste die Übersicht, als Mäenalanen alleine vor ihm auftaucht.
Im Mittelabschnitt schlägt wieder die Parade-Formation mit Sanford und den Tessinern Fazzini und Canonica zu. Fazzini lässt sich wieder einen Assist gutschreiben, während der 22-jährige Shooting-Star bereits seinen 13. Saisontreffer verbucht.
Die Emmentaler schöpfen aber frischen Mut, als Allenspach mit einem Direktschuss aus spitzem Winkel trifft. Sie können aber nicht nachdoppeln, als sie darauf in Überzahl spielen können, weil Lugano eine sinn- und erfolglose Coach’s Challenge nimmt. Von einer Goalie-Behinderung ist nichts zu sehen.
Zu Beginn des dritten Abschnitts kommen die Gäste etwas glücklich zum Ausgleich: Verteidiger Dahlström lenkt einen Querpass von Flavio Schmutz ins eigene Tor ab. Klasse ist dann aber, wie die Langnauer in Führung gehen. Rohrbach trifft mit einem herrlichen Handgelenkschuss. Es entsteht ein offener Schlagabtausch. Schlegel verhindert mit einer Glanzparade den K.o.-Schlag. Lugano kann dann Druck machen und durch einen Simion-Ablenker ausgleichen.
Auch in der Overtime wird den Fans etwas geboten. Mäenalanen und Aebischer prügeln sich und Meier rettet zum Schluss in höchster Not auf der Linie.
Doch das ist alles nur eine Vorspeise auf den grossen Showdown. Im Penaltyschiessen treffen nur Thürkauf und Tiger Julian Schmutz. Der Lugano-Captain gleich viermal, während Schlegel im vierten Duell mit Schmutz siegreich bleibt und damit seinen achten Heimsieg in Folge einfährt.
Fans: 6255
Tore: 5. Sanford (Fazzini, Müller) 1:0. 25. Canonica (Fazzini, Carrick) 2:0. 32. Allenspach (Kinnunen) 2:1. 41. F. Schmutz (Pesonen/Eigentor Dahlström) 2:2. 49. Rohrbach (Riikola) 2:3. 57. Simion (Aebischer) 3:3. – Penaltyschiessen: Pesonen -, Fazzini; Allenspach -, Sanford -; Petersson -, Simion -; Rohrbach -, Thürkauf 1:0; J. Schmutz 1:1, Sekac -; Thürkauf 2:1, J. Schmutz 2:2; Thürkauf 3:2, J. Schmutz 3:3; Thürkauf 4:3, J. Schmutz -.
Das Duell der Tabellennachbarn ist im Kampf um die Playoff-Plätze quasi ein Sechs-Punkte-Spiel. Entsprechend starten die Teams mit viel Zug in die Partie. So gibt es schon von Anfang an gefährliche Chancen auf beiden Seiten. Jäger steht bereits nach 40 Sekunden alleine vor Nyffeler. Der Lakers-Torhüter reagiert jedoch stark und verhindert den Rückstand. Auf der Gegenseite kann sich Lausanne-Goalie Pasche gegen Honka auszeichnen.
Für den Dosenöffner für Lausanne im munteren Spiel sorgt schliesslich nach einer knappen Viertelstunde Vouardoux, der Nyffeler mit einem schönen Handgelenkschuss bezwingt. Die Lakers reagieren aber umgehend mit einer Coach’s Challenge wegen Offside, die sich auch lohnt. Denn die Bilder offenbaren eine Abseitsposition und das Tor wird nach langem Video-Studium von den Schiedsrichtern annulliert. Bitter für Vouardoux, denn für ihn wäre es der erste Treffer der Saison gewesen.
Die Lausanner Führung fällt dann kurz nach Beginn des zweiten Drittels dennoch. Die Waadtländer nutzen es aus, dass Rapperswil gleich nach Ablauf einer Strafe noch nicht wieder vollständig auf dem Eis ist. Brännström hämmert den Puck nach perfekt getimten Zuspiel von Topscorer Czarnik per One-Timer aus kurzer Distanz in die Maschen.
Danach geht es weiterhin munter hin und her. Im Powerplay gelingt den Lakers zunächst der Ausgleich, im umgehenden Gegenschlag stellt Rochette die Führung für das Heimteam per Direktschuss jedoch sogleich wieder her. Die Gäste bleiben jedoch dran. Plötzlich stürmt Capaul alleine auf das Tor los und zieht voll durch zu seinem ersten Saisontor und zum 2:2.
Das Momentum bleibt danach bei den Rapperswilern, die sich kurz nach Beginn des Schlussdrittels mit der erstmaligen Führung belohnen. Zangger lenkt eine Strömwall-Vorlage entscheidend ins Tor ab. Lausanne macht danach aber sofort wieder Druck und so können die Waadtländer nach einem Bullygewinn doch tatsächlich noch ausgleichen, als der Puck via Schlittschuh von Oksanen ins Tor prallt.
In der Overtime sorgt schliesslich Rask nach einem wunderbaren Querpass von Strömwall für die Entscheidung. Blieben die Lakers zuletzt zweimal ohne Punkte, sichern sie sich also im Direktduell mit Tabellennachbarn Lausanne den wichtigen Zusatzpunkt.
Fans: 9600
Tore: 21. Brännström (Czarnik, Caggiula) 1:0, 31. Dünner (Honka, Moy/PP) 1:1, 32. Rochette (Brännström, Riat) 2:1, 37. Capaul (Fritz) 2:2, 41. Zangger (Strömwall) 2:3, 46. Oksanen (Niku/PP) 3:3, 62. Rask (Strömwall) 3:4.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 41 | 50 | 87 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 41 | 39 | 77 | |
3 | Genève-Servette HC | 43 | 10 | 76 | |
4 | HC Lugano | 41 | 31 | 74 | |
5 | Lausanne HC | 43 | 19 | 71 | |
6 | ZSC Lions | 41 | 22 | 70 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 41 | -9 | 64 | |
8 | SCL Tigers | 42 | 5 | 59 | |
9 | EV Zug | 41 | -15 | 58 | |
10 | SC Bern | 41 | -13 | 53 | |
11 | EHC Biel | 41 | -20 | 51 | |
12 | EHC Kloten | 41 | -18 | 50 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 41 | -40 | 46 | |
14 | HC Ajoie | 42 | -61 | 34 |




