Bodenständigkeit, Freundlichkeit, Respekt: Es sind die Qualitäten, die New Jerseys GM Ray Shero bei Nico Hischier beeindrucken. Der Draft ist am Freitagabend soeben zu Ende gegangen, als der Amerikaner die Geschichte erzählt, wie er den 18-Jährigen das erste Mal traf.
«Ich wollte ihn kennenlernen», erinnert sich Shero. «Ich war in Zürich, er im Wallis. Also haben wir abgemacht, uns in Bern am Bahnhof zu treffen. Ich dachte mir: Am Bahnhof, okay? Der ist ja riesig in Bern. Aber als ich ankam, war Nico schon da und hat auf dem Gleis auf mich gewartet. Er hat geschaut, wann der Zug wo ankommt und mich dann abgeholt. Das sagt viel darüber aus, was er für ein Junge ist.
Beim Mittagessen mit dem Schweizer verfestigte sich der Eindruck: «Er ist anständig, bescheiden, bodenständig, ein respektvoller Typ aus einem guten Elternhaus.»
Dazu passt, dass Hischier am Samstag den «E.J. McGuire-Award» bekommt. Den verleiht die Scouting-Organisation der NHL dem Top-Talent, das neben sportlicher Klasse auch durch Charakterstärke und Wettkampf-Qualitäten auffällt.
«Bei diesem Preis geht es um die Persönlichkeit, nicht um die Klasse auf dem Eis», sagt Scouting-Direktor Dan Marr. «Man muss nicht viel Zeit mit Nico verbringen, um zu merken, dass er sich aufrichtig für andere interessiert und dass er eine Bescheidenheit mitbringt, die nicht nur bei seinen Teamkollegen gut ankommt.»