Herzogs Herzdame Tamara (25)
«Fabrice hat das Herz am rechten Fleck»

Tamara Herzog fiebert zu Hause mit der Nati und ihrem Mann Fabrice mit. Ihr Schatz hat die Schweiz in den Viertelfinal geschossen.
Publiziert: 16.05.2017 um 00:04 Uhr
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Aktualisiert: 12.09.2018 um 11:58 Uhr
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Fabrice Herzog schoss die Nati zum Sieg gegen Kanada und zur 1:0-Führung gegen Finnland.
Nicole Vandenbrouck und Stephan Roth

Eine junge Familie im Glück. Ein Leben voller Emotionen. Was Tamara und Fabrice Herzog in den letzten zweieinhalb Jahren erlebt haben, ist herzerwärmend: Liebe, Hochzeit, Geburt von Töchterchen Emma (15 Monate) – und eine Hockeykarriere des Stürmers, mit der es steil bergauf geht.

ZSC-Spieler Fabrice Herzog (22) rockt die WM. Der Ostschweizer schiesst nicht nur zwei herrliche, sondern wichtige Tore beim 3:2-Sieg in der Overtime gegen Kanada. Dann doppelt der 1,89 m grosse und dennoch wendige Stürmer gegen Finnland nach, schiesst das 1:0. In ihrem Zürcher Zuhause jubelt auch Tamara Herzog.

Die 25-Jährige fiebert vor dem TV mit. Bei den Nachmittagsspielen mit Emma. «Sie findet es spannend und versteht, dass es etwas mit ihrem Papi zu tun hat», erzählt ihre Mutter. Fabrice Herzog ergänzt: «Aber Emma findet es wahrscheinlich schon komisch, wenn sie meinen Kopf am Bildschirm sieht.»

Bereits als Emma wenige Wochen alt war, durfte sie an ein ZSC-Spiel ihres Vaters, natürlich mit Hörschutz. «Sie hat das ganze Spiel verschlafen», erinnert sich Tamara Herzog lachend. Auch Trainingsbesuche gab es schon. So unterstützen Frau und Töchterchen den neben dem Eis eher zurückhaltenden Spieler, der 2013 von Toronto gedraftet worden war. Die Familie ist sein Rückhalt.

Über den Aufschwung ihres Mannes an der WM freut sie sich riesig. «Vor allem, weil Fabrice zu Beginn des Turniers ja nicht so viel zum Einsatz gekommen ist. Es ist so schön, wenn er Tore schiesst.» So
richtig realisieren konnte es die sympathische junge Mutter zunächst aber nicht. «Auch als Fabrice nach dem Kanada-Spiel angerufen hat, war es für mich noch unfassbar.»

Es ist ein Ritual der jungen Familie, dass sich der Zürcher Löwe nach den Spielen immer meldet. «Das ist uns beiden wichtig», sagt Tamara Herzog, «das schweisst zusammen.» Da der Stürmer seit Beginn, also seit Anfang April, mit der Nati unterwegs ist, gab es in den letzten Wochen viele Facetime-Telefonate. Dass das WM-Turnier für die Schweizer nun länger als erwartet gehen könnte, erfüllt sie nur mit Freude. «Sie haben es sich verdient, sollen jetzt nochmals richtig Gas geben.»

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Wenn Tamara Herzog über den jungen Vater ihres Kindes, von ihrer grossen Liebe, redet, gerät sie ins Schwärmen. Die beiden Verliebten kennen sich schon länger, weil Fabrice Herzog mit Tamaras Bruder und Goalie Gianluca Hauser (22) vor sieben Jahren bei den Pikes Oberthurgau zusammengespielt hat. Lange ergab sich nichts, erst Ende 2014 funkte es. Und nur ein Jahr später wurde geheiratet, nachdem Fabrice Herzog seiner schwangeren Freundin einen romantischen Antrag gemacht hatte. «Es gibt keinen Mann, der so ist wie Fabrice. Er hat das Herz am richtigen Fleck!»

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