Eishockey-Star Lara Stalder spricht über ihre Schicksalsschläge
«Das Schlimmstmögliche, was passieren konnte»

Als Teenager wird sie vom EV Zug abgewiesen, weil sie ein Mädchen ist. Heute ist Lara Stalder Captain, Aushängeschild und treibende Kraft hinter dem Frauenprojekt des Klubs. Die 31-Jährige spricht über Verlust, Widerstand und einen Kreis, der sich schliesst.
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Lara Stalder erzählt, wie stark der familiäre Schicksalsschlag ihr Leben prägt.
Foto: Gian Marco Castelberg
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Als Lara Stalder mit 15 Jahren bereit ist für den grossen Schritt, schliesst der EV Zug die Tür. Stalder spielt im Nachwuchs des HC Luzern – und fällt auf: mit Leistung, aber auch als einziges Mädchen unter Buben. Als die stärksten Junioren von Luzern nach Zug wechseln, klopft auch Laras Vater Mark beim EVZ an. Er kriegt zu verstehen, dass es für Mädchen keinen Platz habe. Für Mark Stalder ist die Absage ein schwerer Schlag. Er will für seine Tochter die bestmöglichen Bedingungen schaffen, wird aber immer wieder ausgebremst, weil Fraueneishockey in der Gesellschaft nicht akzeptiert ist.

Mittlerweile ist Lara Stalder 31 Jahre alt, Captain der EVZ Frauen und des Schweizer Nationalteams. Mit den Zugerinnen kämpft sie um den Meistertitel in der PostFinance Women’s League, mit der Schweiz hat sie soeben Olympiabronze gewonnen. Das Gespräch findet wenige Tage nach Abschluss der Olympischen Spiele statt. Die Luzernerin ist noch immer von Euphorie erfüllt. Daran ändert die Nebeldecke nichts, die sich an diesem Morgen über ihre Heimatstadt legt. Auf der Suche nach Sonne fahren wir Richtung Michaelskreuz, vorbei an Adligenswil, wo Stalder mit ihrem drei Jahre älteren Bruder Dario aufgewachsen ist. 

Sie zeigt auf das Haus ihrer Kindheit, spricht über die Duelle mit ihrem Bruder, der sie zum Eishockey gebracht hat. Sie erinnert sich an die Unterstützung der Eltern: Mutter Susanna gab Tipps fürs Leben, Vater Mark erteilte Ratschläge für den Sport. «Es war eine wunderschöne Zeit. Dann zog es mir den Boden unter den Füssen weg.» Der Vater verstarb an einem Herzstillstand, Lara war 17 und erlebte «das Schlimmstmögliche, was passieren konnte».

Finalserie der PostFinance Women’s League

Im Playoff-Final der PostFinance Women’s League treffen die Teams des EV Zug und des SC Bern aufeinander:

  • 21.03.2026 OYM hall, 17:30 Uhr
  • 22.03.2026 PostFinance Arena, 13:00 Uhr
  • 25.03.2026 OYM hall, 19:30 Uhr
  • 27.03.2026 PostFinance Arena, 19:30 Uhr
  • 29.03.2026 OYM hall, 14:30 Uhr

Die Finalserie wird auf MySports, Blick und RED übertragen.

Im Playoff-Final der PostFinance Women’s League treffen die Teams des EV Zug und des SC Bern aufeinander:

  • 21.03.2026 OYM hall, 17:30 Uhr
  • 22.03.2026 PostFinance Arena, 13:00 Uhr
  • 25.03.2026 OYM hall, 19:30 Uhr
  • 27.03.2026 PostFinance Arena, 19:30 Uhr
  • 29.03.2026 OYM hall, 14:30 Uhr

Die Finalserie wird auf MySports, Blick und RED übertragen.

«Lara ist das perfekte Aushängeschild»

Über dem Nebel erzählt Stalder, wie stark der Schicksalsschlag ihr Leben prägt. Sie habe gelernt, Schwierigkeiten zu überwinden, «zudem wurde die Bindung zum Mami und zum Bruder noch stärker». Susanna sei mit Emotionen dabei, Dario nehme die sachliche Perspektive des Vaters ein. «Sie sind mein Rückhalt, mein Rückzugsort.»

Momente des Zurückziehens sind für Lara Stalder selten – und gerade deshalb wichtig. Ein Sonntag auf dem Sofa, ein Spaziergang am Vierwaldstättersee, Wandern in der Umgebung, am Abend ein Buch von Colleen Hoover: So kann sie abschalten. Beim Fotoshooting wird die 31-Jährige erkannt. Sie ist mittlerweile einem breiten Publikum ein Begriff. Anfang Jahr wurde auf SRF eine Dokumentation über Stalders Weg ausgestrahlt, sie war Gast im «Sportpanorama», stand an Olympia im Fokus – und sie ist das Gesicht, quasi der Lichtstrahl im Leuchtturmprojekt des EVZ für das Fraueneishockey in der Schweiz.

Lara Stalder ist vom Potenzial des Fraueneishockeys überzeugt.
Foto: KEYSTONE

Von 2019 bis 2023 spielte Stalder in Schweden bei Brynäs und arbeitete auf der Geschäftsstelle des Klubs. Sie sah, was es heisst, wenn eine Organisation mit Überzeugung auf Gleichstellung setzt; was es braucht, um Fraueneishockey zu fördern. Was in Schweden möglich ist, müsste auch in der Schweiz machbar sein – dieser Gedanke trieb sie um. Wo ihr Vater einst vor den Kopf gestossen wurde, stiess Lara Stalder nun offene Türen ein. Sie überzeugte die Verantwortlichen des EVZ von ihrer Vision. Zugs CEO Patrick Lengwiler sagt: «Wir hatten nichts fürs Fraueneishockey getan. Aber nun machen wir es richtig, und Lara ist das perfekte Aushängeschild.»

Unterstützung fürs Schweizer Eishockey

PostFinance ist seit vielen Jahren eng mit dem Schweizer Eishockeysport verbunden: Das Unternehmen unterstützt mit seinem Sponsoring die beiden höchsten Eishockeyligen der Schweiz, die PostFinance Women’s League und die National League.

Den Fokus legt PostFinance auf die Förderung des Nachwuchses, zum Beispiel mit den Top Scorern, die auch in der PostFinance Women’s League auf Punktejagd gehen.

PostFinance ist seit vielen Jahren eng mit dem Schweizer Eishockeysport verbunden: Das Unternehmen unterstützt mit seinem Sponsoring die beiden höchsten Eishockeyligen der Schweiz, die PostFinance Women’s League und die National League.

Den Fokus legt PostFinance auf die Förderung des Nachwuchses, zum Beispiel mit den Top Scorern, die auch in der PostFinance Women’s League auf Punktejagd gehen.

Der Full-Circle-Moment

2023 lancierte Zug das Women & Girls Programm. Auf Erfassungsstufe bietet der EVZ eine Hockeyschule für Mädchen an. Bei der U9 gibt es eine reine Girls-Auswahl. Bis 2030 will der EVZ auf jeder Altersstufe ein Mädchenteam stellen. «Bei uns gilt sowohl Bottom-up als auch Top-down», sagt Stalder. Auf höchster Ebene, in der PostFinance Women’s League, gewannen die Zugerinnen die Qualifikation mit 20 Punkten Vorsprung auf die Titelverteidigerinnen aus Bern. Lara Stalder war mit 53 Punkten aus 27 Partien ligaweit die beste Skorerin. Der erste Meistertitel für das Women’s Team scheint zum Greifen nah. «Ein Meistertitel wäre schön», sagt Stalder, «aber ich möchte etwas bewegen, was grösser ist als meine Eishockeykarriere.» 

Wenn sie hört, dass die Mädchen in der Hockeyschule in der Garderobe ein Gaudi veranstaltet haben, ist das für sie bedeutender als Tore und Assists. «Als Teenie musste ich mich in einer Einzelgarderobe umziehen. Es ist toll, dass Mädchen nicht mehr schräg angeschaut oder ausgestossen werden, wenn sie Eishockey spielen. Nun können sie die Freude für diesen Sport teilen.» Was Zug angestossen habe, werde aber nicht reichen, um das Fraueneishockey in der Schweiz nachhaltig zu entwickeln. «Andere Klubs müssen nachziehen.»

Lara Stalder ist vom Potenzial des Fraueneishockeys überzeugt – als wertvolle Investition mit Wachstumspotenzial, nicht als Goodwill-Projekt. Nach dem Gewinn von Olympiabronze und dem spürbaren Popularitätsschub für das Fraueneishockey erlebe sie gerade einen Full-Circle-Moment, sagt sie: «Es ist endlich so, wie Papi es sich gewünscht hat.»

Lara Stalder

Lara Stalder prägt das Schweizer Fraueneishockey seit Jahren. 2011 debütierte sie im Nationalteam. Bei ihrer ersten Olympiateilnahme gewann die Stürmerin 2014 in Sotschi sogleich Bronze. Zwölf Jahre später führte sie die Schweiz in Mailand als Captain erneut zu Olympiabronze. 2013 bis 2017 spielte Stalder in den USA an der Universität Minnesota-Duluth, konnte Ausbildung und Sport ideal verbinden. Danach wechselte sie nach Schweden, absolvierte den Master in Strategie und Management, spielte für Linköping (2017–2019) und Brynäs (2019–2023). 2020 erhielt sie als erste Frau in Schweden den Goldenen Helm für die beste Spielerin der Liga überreicht, zuvor war diese Auszeichnung nur den Männern verliehen worden. Viermal in Folge war Stalder in der stärksten Frauenliga Europas Topskorerin. Seit 2023 treibt sie das Women & Girls Programm in Zug voran. Beim EVZ ist Stalder zu 40 Prozent als Spielerin und zu 60 Prozent als Assistenz CEO und Projekte angestellt. Als sich Trainerin Daniela Diaz in einer ihrer ersten Ansprachen an das neu formierte Frauenteam richtete, sagte sie: «Ohne Laras Initiative wären wir alle nicht hier.»

Lara Stalder prägt das Schweizer Fraueneishockey seit Jahren. 2011 debütierte sie im Nationalteam. Bei ihrer ersten Olympiateilnahme gewann die Stürmerin 2014 in Sotschi sogleich Bronze. Zwölf Jahre später führte sie die Schweiz in Mailand als Captain erneut zu Olympiabronze. 2013 bis 2017 spielte Stalder in den USA an der Universität Minnesota-Duluth, konnte Ausbildung und Sport ideal verbinden. Danach wechselte sie nach Schweden, absolvierte den Master in Strategie und Management, spielte für Linköping (2017–2019) und Brynäs (2019–2023). 2020 erhielt sie als erste Frau in Schweden den Goldenen Helm für die beste Spielerin der Liga überreicht, zuvor war diese Auszeichnung nur den Männern verliehen worden. Viermal in Folge war Stalder in der stärksten Frauenliga Europas Topskorerin. Seit 2023 treibt sie das Women & Girls Programm in Zug voran. Beim EVZ ist Stalder zu 40 Prozent als Spielerin und zu 60 Prozent als Assistenz CEO und Projekte angestellt. Als sich Trainerin Daniela Diaz in einer ihrer ersten Ansprachen an das neu formierte Frauenteam richtete, sagte sie: «Ohne Laras Initiative wären wir alle nicht hier.»

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Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.

Kontakt: E-Mail an Brand Studio

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