Die Nati beginnt das heisse Jahr mit Olympia in Mailand und der Heim-WM in Zürich und Fribourg mit einem 3:1-Sieg gegen Gastgeber Finnland.
Lange ist die Nati in Tampere vor allem mit Abwehrarbeit beschäftigt. Die Schweizer haben Mühe, sich aus der eigenen Zone zu befreien und ihr gewünschtes Spiel aufzuziehen. Mit Mängeln im Puckmanagement und in der Passqualität machen sie sich das Leben selbst schwer.
Doch viele Chancen lässt die Mannschaft von Patrick Fischer nicht zu. Und wenn es doch einmal brennt, ist Rückkehrer Reto Berra (38) zur Stelle. Er stoppt erst Ruotsalainen und dann nach einem Fehler von Lukas Frick auch Puistola. Der Fribourg-Keeper, der letztmals bei der WM 2024 in Prag gegen Österreich, als er nach vier Gegentoren ausgewechselt wurde, im Schweizer Tor steht, strahlt viel Ruhe aus.
Schweizer Offensivaktionen sind rar. Die erste Torchance hat Captain Michael Fora erst in der 18. Minute. Danach ist auch wieder lange Funkstille vor Biel-Goalie Harri Säteri. Erst in Unterzahl kommen die Gäste wieder zu einer guten Möglichkeit. Doch Frick vergibt sie.
Starkes Schlussdrittel
Gegen Ende des zweiten Abschnitts können die Schweizer sich dann erstmals länger in der gegnerischen Zone festsetzen und die Finnen ins Schwitzen bringen. Das macht Mut. Und im Schlussdrittel übernimmt das Fischer-Team das Kommando. Attilio Biasca lenkt erst den Puck ans Lattenkreuz. Dann trifft Lausanne-Stürmer Ken Jäger zur Schweizer Führung. Und kurz darauf doppelt Biasca nach.
Schon fünf Minuten vor Schluss ersetzen die Finnen Säteri durch einen sechsten Feldspieler, als Simon Knak auf der Strafbank sitzt. Innala verkürzt auf 1:2. Doch Christoph Bertschy beendet mit einem Emptynetter die letzten Zweifel am Sieg der Schweizer, bei denen Lugano-Captain Calvin Thürkauf im letzten Abschnitt verletzt ausfällt.
Torschütze Biasca: «Super letzte 30 Minuten»
Die Schweizer Spieler zeigen sich nach Spielschluss zufrieden über den Auftritt. «Wir sind immer besser geworden. Im zweiten Drittel war wir sehr gut und dann auch im dritten Drittel. Beide Mannschaften haben defensiv solide gespielt. Es hat nicht viele hochkarätige Chancen gegeben. Ich bin mega happy über den Sieg», sagt Torhüter Reto Berra gegenüber SRF.
Auch 2:0-Torschütze Attilio Biasca spricht von einem Steigerungslauf: «Wir haben 30 Minuten lang recht viel defensiv gespielt und uns dann vorgenommen, offensiver zu spielen. Das haben wir gut gemacht. Auf diesen super letzten 30 Minuten können wir aufbauen.»
Welche Erkenntnisse das Team von Patrick Fischer aus dem Spiel gegen Finnland zieht, wird sich am Samstag zeigen: Dann trifft es im zweiten Spiel der Euro Hockey Tour auf Schweden.
Finnland – Schweiz 1:3
8000 Fans
Tore: 48. Jäger (Herzog, Chanton) 0:1. 52. Biasca (Baechler, Fora) 0:2. 58. Innala (Lehtonen, Rajala/PP/ohne Goalie) 1:2. 60. Bertschy 1:3 (ins leere Tor).
Finnland: Säteri; Saarijärvi, Lehtonen; Vatanen, Mattila; J. Honka, Rissanen; Kinnunen, Määtä; Puljujärvi, Manninen, Puistola; Tukiainen, Järvinen, Rajala; Erholtz, Ruotsalainen, Innala; Merelä, Korhonen, Puhakka.
Schweiz: Berra; Fora, Frick; Heldner, Berni; Gross, T. Geisser; Chanton; Bertschy, Thürkauf, Schmid; Simion, Jäger, Herzog; Rohrbach, Moy, Knak; Baechler, V. Nussbaumer, Biasca; Sigrist.Bemerkungen: Schweiz ohne Jung, Kessler (überzählig), D. Egli, Rochette und Taibel (alle verletzt).

