Nati-Trainer Patrick Fischer erwartet eine deutliche Reaktion seiner Mannschaft gegen Schweden. Denn die 3:8-Ohrfeige, die sich die Nati im November eingefangen hat, hängt noch immer nach. Das lasche Zweikampf-Verhalten ist dem Headcoach besonders sauer aufgestossen.
Diesbezüglich kann er den Schweizern in diesem Duell keine grossen Vorwürfe machen. Sie halten dagegen, auch als die «Tre Kronor» nach der fünfminütigen Überzahl (Restausschluss gegen Glauser) weiterhin aufs Gaspedal drücken und die Abwehr unter Druck setzen.
Das Schussverhältnis des Mitteldrittels von 19:5 aus Sicht der Schweden spricht Bände. Zu diesem Zeitpunkt führt die Nati noch immer 2:1. Auch weil Berni den Ausgleich in extremis verhindert (23.): Der Verteidiger rettet nach einem Sörensen-Schuss für den geschlagenen Goalie Genoni kurz vor der Linie und bevor De la Rose an die Scheibe gelangt. Auch Abwehrkollege Egli wäre noch zur Stelle gewesen.
Dafür fällt Verteidiger Loeffel einen Fehlentscheid, als er in die Offensive sticht und dem sonst stilsicheren Malgin an der Bande die Scheibe verspringt. Le Coultre kann alleine gegen drei heranstürmende Schweden nicht viel ausrichten. Da ist für einmal auch Genoni machtlos. Die Reaktion der Schweizer auf den neuerlichen Ausgleich? Sie bleiben aufsässig. Trainer Fischer bekommt die von ihm gewünschten gewonnenen Zweikämpfe zu sehen.
Beide Schweizer Tore im Powerplay
Allerdings müssen sie gegen diese Schweden, von denen es kein Spieler an die Olympischen Spiele schaffen dürfte, enormen Aufwand betreiben für gefährliche Torchancen. Denn: Zweimal in Führung gegangen ist die Nati im Startdrittel dank eines effizienten Überzahlspiels. Beim ersten Powerplay-Treffer steht Moy goldrichtig vor dem Kasten und gibt dem Puck noch den entscheidenden Schwung mit nach Riats Ablenker. Für den Nati-Topskorer der letzten Weltmeisterschaft ist es der erste Torerfolg seit 19 (!) torlosen Partien – Lakers- und November-Länderspiele addiert.
2:1-Schütze Riat macht in allen Bereichen eine gute Figur und fällt mit aufopferndem Einsatz auf in der fünfminütigen Unterzahl. Im Penaltyschiessen jedoch scheitert er wie auch Teamkollege Rochette. Danach entsteht kurze Verwirrung, weil die Schweizer davon ausgehen, dass fünf Penaltys geschossen werden. Die Refs aber beenden es nach dem dritten Schweden und dem zweiten Treffer.
Fans: 5042
Tore: 3. Moy (Riat, Rochette/PP) 0:1. 5. Lindholm (Hedqvist) 1:1. 12. Riat (Malgin, Kukan/PP) 1:2. 42. Petersson (Heed) 2:2. – Penalties: Hugg 1:0, Rochette –; Pettersson –, Riat –; Nilsson 2:0.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Österreich | 0 | 0 | 0 | |
1 | Finnland | 0 | 0 | 0 | |
1 | Deutschland | 0 | 0 | 0 | |
1 | Großbritannien | 0 | 0 | 0 | |
1 | Ungarn | 0 | 0 | 0 | |
1 | Lettland | 0 | 0 | 0 | |
1 | Schweiz | 0 | 0 | 0 | |
1 | USA | 0 | 0 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Kanada | 0 | 0 | 0 | |
1 | Tschechische Republik | 0 | 0 | 0 | |
1 | Dänemark | 0 | 0 | 0 | |
1 | Italien | 0 | 0 | 0 | |
1 | Norwegen | 0 | 0 | 0 | |
1 | Slowakei | 0 | 0 | 0 | |
1 | Slowenien | 0 | 0 | 0 | |
1 | Schweden | 0 | 0 | 0 |

