Wallmark schiesst Fribourg in Verlängerung zum Sieg
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Fribourg – Ambri 4:3 n.V.Wallmark schiesst Fribourg in Verlängerung zum Sieg

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Ambri feuert Trainer-Duo – Ex-SCB-Coach übernimmt

Unmittelbar nach der 3:4-Niederlage nach Verlängerung auswärts in Fribourg lässt es Ambri rumpeln. Es feuert das Trainer-Duo Éric Landry und René Matte – und holt bis Ende Saison Ex-SCB-Trainer Jussi Tapola.
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Der Finne Jussi Tapola ist neuer Ambri-Trainer.
Foto: ZamirLoshi/freshfocus
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Marcel AllemannReporter Eishockey

Was für ein überraschender Knall: Da hat Ambri am Montag auswärts in Genf gewonnen (4:3 n.V.) und am Dienstag in Fribourg einen Punkt geholt (3:4 n.V.) – zwei Teams aus der Spitzengruppe – und feuert anschliessend sein Trainer-Duo! Éric Landry (51) und René Matte (53) sind ihre Jobs los, wie die Leventiner im Anschluss an das Fribourg-Spiel kurz vor Mitternacht bekanntgeben.

Die Nachfolge übernimmt bis Ende Saison Jussi Tapola (51), der bis im Oktober Trainer beim SC Bern war, ehe er entlassen wurde. Als Assistent bringt dieser wie zu Berner Zeiten seinen finnischen Landsmann Pasi Puistola (47) mit. Sie erhalten einen Vertrag bis Ende Saison.

Start mit dem Derby

Das erste Spiel von Tapola als Ambri-Trainer wird ausgerechnet das Derby. Am Donnerstag empfangen die Leventiner den HC Lugano. Aktuell liegt Ambri auf Playout-Rang 13, lediglich einen Punkt hinter dem rettenden Ufer, dem zwölften Rang von Kloten. Die Chancen, in dieser Saison noch wirklich etwas zu reissen und die Play-Ins zu erreichen sind minim, der Rückstand auf den zehnten Platz der SCL Tigers beträgt stattliche zwölf Punkte.

Es ist bereits der sechste Trainerwechsel in der laufenden Saison der National League und der zweite bei Ambri. Nach acht Jahren traten im Oktober der damalige Headcoach Luca Cereda (44) und Sportchef Paolo Duca (44) gemeinsam zurück. Dies nachdem sich Präsident Filippo Lombardi (69) und CEO Andreas Fischer (59) hinter deren Rücken mit Christian Dubé (48) als Trainerkandidat getroffen hatten.

Langzeitplanung und hektischer Trainerwechsel

Seit dieser unrühmlichen Episode kommt der Traditionsklub aus der Leventina nicht mehr zur Ruhe. Unlängst wurde der aktuelle Nati-Direktor Lars Weibel (51) als neuer Sportchef für die kommende Saison vorgestellt. Er sprach dabei von einer Phase der Stabilisierung und des Rebuildings, ehe in der Saison 2029/30 dann wieder eine mögliche Playoff-Teilnahme anvisiert werde. Diese bescheidene Langzeitplanung und der hektische Trainerwechsel am späten Dienstagabend passen überhaupt nicht zusammen.

Neben Ambri mit zwei Trainerwechseln haben in dieser Saison auch Bern (von Tapola zu Heinz Ehlers), Servette (von Yorick Treille zu Ville Peltonen) sowie letzte Woche Biel (von Martin Filander zu Dubé) und Zug (von Michael Liniger zu Benoît Groulx) ihre Übungsleiter ausgetauscht. Der Trainerjob in der National League ist einmal mehr eine Hochrisikobeschäftigung.

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