Nach dem wilden Hinspiel, als die Führung ständig hin und her wechselte, ehe man sich schliesslich mit einem 4:4 trennte, startet auch das Rückspiel mit einem offenen Schlagabtausch. Rohrer und Andrighetto haben die Führung für die ZSC Lions auf dem Stock, geraten dann aber in Rückstand, indem sie sich übertölpeln lassen. Als Aberg bei einem Zuspiel von Gruber neben den Puck schlägt, stimmt bei der Rückwärtsbewegung die Zuordnung nicht, was Borchardt zum 1:0 nutzt.
Im zweiten Drittel verliert der Schweizer Meister gegen den finnischen Meister dann vorübergehend komplett den Zugriff. Innert neun Minuten kassieren die Zürcher drei weitere Tore – zweimal trifft der frühere Servette-Star Hartikainen. Dieser beendet mit seinem Doppelpack somit auch vorzeitig den europäischen Triumphzug der ZSC Lions. Die Zürcher hinterlassen dabei einen ziemlich überforderten Eindruck, das 0:2 ist Andreoff anzukreiden, beim 0:3 sehen Trutmann und Goalie Hrubec nicht gut aus und beim 0:4 lassen sich die Lions in Unterzahl ausspielen.
Es ist ein hartes Verdikt und das hohe Resultat entspricht in der Gesamtsumme nicht dem Spielgeschehen. Denn auch die ZSC Lions haben ihre guten Momente, sogar noch nach dem 0:4-Rückstand, betreiben aber Chancenwucher. Sie kommen durch Aberg und Kukan zwar nochmals auf 2:4 heran, aber mehr will trotz eines Schussverhältnisses von 36:18 zu ihren Gunsten nicht herausspringen.
ZSC-Pendel schlägt wieder in andere Richtung
Es gibt für die Zürcher sicher Schlimmeres, als in der Olympia-Saison, in der mehrere ihrer Spieler in Turin erwartet werden, in der Champions League vorzeitig die Segel streichen zu müssen. Sie bekommen dadurch etwas mehr Luft für das Wesentliche. Aber trotzdem ist festzustellen, dass das Pendel beim ZSC nach einem Zwischenhoch zuletzt leistungsmässig eher wieder in die andere Richtung ausschlägt. Ob da wieder etwas im Argen liegt, werden die nächsten Spiele zeigen.
In der Champions League ist derweil der EV Zug die letzte verbliebene Schweizer Hoffnung als Vertreter in den Viertelfinals. Die Zentralschweizer bekommen es mit Lukko Rauma ebenfalls mit einem finnischen Team zu tun.
Fans: 3305
Tore: 17. Borchardt (Curry) 1:0. 24. Hartikainen (Rissanen, Mäenpää) 2:0. 27. Mononen (Kononen) 3:0. 33. Hartikainen (Ketola/PP) 4:0. 44. Aberg (Schwendeler) 4:1. Kukan (Lehtonen, Frödén/PP) 4:2 (ohne Goalie).
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Ilves Tampere | 6 | 17 | 18 | |
2 | KalPa Hockey | 6 | 16 | 17 | |
3 | Frölunda HC | 6 | 10 | 15 | |
4 | HC Sparta Prag | 6 | 9 | 14 | |
5 | Lukko Rauma | 6 | 7 | 13 | |
6 | ERC Ingolstadt | 6 | 8 | 12 | |
7 | SC Bern | 6 | 7 | 10 | |
8 | HC Kometa Brno | 6 | -1 | 10 | |
9 | Lulea Hockey | 6 | 0 | 10 | |
10 | Brynäs IF | 6 | 4 | 9 | |
11 | Red Bull Salzburg | 6 | 3 | 9 | |
12 | Storhamar Hockey | 6 | -7 | 9 | |
13 | EV Zug | 6 | 2 | 8 | |
14 | Grenoble Bruleurs de Loups | 6 | -3 | 8 | |
15 | ZSC Lions | 6 | -1 | 7 | |
16 | Fischtown Pinguins | 6 | -1 | 7 | |
17 | Mountfield HK | 6 | -6 | 7 | |
18 | KAC Klagenfurt | 6 | -6 | 6 | |
19 | HC Bolzano-Bozen Foxes | 6 | -7 | 6 | |
20 | Lausanne HC | 6 | -6 | 5 | |
21 | Odense Bulldogs | 6 | -12 | 5 | |
22 | Eisbären Berlin | 6 | -9 | 4 | |
23 | Belfast Giants | 6 | -17 | 4 | |
24 | GKS Tychy | 6 | -7 | 3 |

