Biel schlägt Titelverteidiger
Alle Schweizer Teams erreichen CHL-Achtelfinals

Alle drei Teams aus der Schweizer National League erreichen in der Champions Hockey League die Playoffs. Der EHC Biel schlägt Tappara Tampere 6:3 und kommt in extremis weiter.
Publiziert: 17.10.2023 um 22:18 Uhr
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Aktualisiert: 17.10.2023 um 22:31 Uhr
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K.o.-Phase erreicht! Der EHC Biel bleibt der Champions Hockey League erhalten.

Schweizer Meister Genève-Servette hatte sich schon vorzeitig das Achtelfinal-Ticket gesichert. Die Genfer können sich zum Abschluss der Qualifikation eine 2:3-Niederlage in Finnland gegen Lukko Rauma erlauben. Die Rapperswil-Jona Lakers sichern sich den noch fehlenden Punkt nach einer 2:0-Führung mit einer 2:3-Niederlage nach Verlängerung in Schweden bei den Växjö Lakers.

Spannend macht es Biel. Die Seeländer wankten nicht nur in der Schweizer Meisterschaft (sieben Niederlagen in Folge bis letzten Freitag), sondern zuletzt auch im Europacup. Nach zwei souveränen Siegen zum Auftakt verlor Biel hintereinander gegen Färjestads, Växjö und Vitkovice. Mit dem 6:3-Heimerfolg über Titelhalter Tappara Tampere gelingt den Bielern aber ein Husarenstück. Biel macht zuerst im zweiten Abschnitt aus einem 0:2 ein 3:2 und im Finish aus einem 3:3 ein 6:3.

Sonderregeln sei Dank

Toni Rajala und Gaëtan Haas erzielen nach 51 Minuten innerhalb von 48 Sekunden die wegweisenden Tore zum 4:3 und 5:3. Zuvor hat der finnische Meister und Champions-League-Titelverteidiger Tappara Tampere die Bieler regelrecht eingeschnürt. Rajala stellt später mit dem 6:3 den Bieler Sieg sicher.

Der EHC Biel nützt dabei die Sonderregeln, die einzig im Europacup gelten, perfekt aus. Das 1:2 durch Mike Künzle erzielen die Bieler in Unterzahl, wodurch die Finnen die Chance auf weitere 99 Sekunden in Überzahl verspielen. Die Goals von Jesper Olofsson und Yannick Rathgeb vom 1:2 zum 3:2 innerhalb von 76 Sekunden fallen beide während einer Zweiminutenstrafe gegen den Amerikaner Nick Halloran. In der Champions League werden Strafen anders als in allen anderen Wettbewerben durch Gegentore nicht gelöscht.

Titelverteidiger bangt

Vor dem Bieler Schlussfurioso turnten die Bieler in der Live-Tabelle auf Platz 16 und 17 herum. Bei einer Niederlage hätten sie die Playoffs verpasst. Nun droht das Ausscheiden dem finnischen Meister und Titelverteidiger. Tappara Tampere – mit Ex-ZSC-Coach Rikard Grönborg – belegt vor den letzten Partien vom Mittwoch den letzten Playoff-Platz, dürfte aber vom tschechischen Meister Ocelari Trinec, der noch gegen die bislang sieglosen Dänen aus Aalborg spielt, zum Abschluss der Qualifikation überholt werden.

Der EHC Biel, Viertelfinalist vor drei Saisons, überstand bislang bei allen drei Teilnahmen die Vorrunde. Die Rapperswil-Jona Lakers kamen bei der zweiten Teilnahme erstmals weiter. Und Meister Servette verpasste bei drei Teilnahmen an der Champions League nur 2016 die Playoffs. (SDA/mou)

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