Carlos Alcaraz ist an den Australian Open souverän in die Achtelfinals eingezogen. Der Weltranglistenerste, der in Melbourne den Karriere-Grand-Slam komplettieren könnte, gewinnt seine Drittrundenpartie gegen den Franzosen Corentin Moutet (ATP 37) 6:2, 6:4, 6:1. Damit blieb der Spanier auch bei seinem dritten Auftritt in der Rod Laver Arena ohne Satzverlust.
In seinem 100. Match auf Grand-Slam-Ebene gerät der sechsfache Major-Sieger einzig im zweiten Durchgang kurz aus dem Tritt, als er nach einer komfortablen 3:0-Führung aus dem Nichts vier Games in Folge verliert. Alcaraz' nächster Gegner heisst Tommy Paul. Die Weltnummer 20 aus den USA profitiert beim Stand von 6:1, 6:1 von einer verletzungsbedingten Aufgabe des Spaniers Alejandro Davidovich Fokina.
Sabalenka braucht zwei Tie-Breaks
Wesentlich mehr hat am Freitag Daniil Medvedev zu kämpfen. Die frühere Weltnummer 1 ringt den Ungarn Fabian Marozsan mit 6:7 (5:7), 4:6, 7:5, 6:0 und 6:3 nieder. Der Russe hat damit als erster Spieler am diesjährigen Australian Open einen 0:2-Satzrückstand gedreht. Im Achtelfinal bekommt es der Sieger des US Open 2021, der in Melbourne schon dreimal im Final stand, mit Learner Tien (ATP 29) zu tun. Vor einem Jahr musste sich Medvedev dem 20-jährigen Amerikaner in der 2. Runde in fünf Sätzen geschlagen geben.
Im Turnier der Frauen hat Topfavoritin Aryna Sabalenka mit viel Mühe die 3. Runde überstanden. Die Weltranglistenerste aus Belarus hat gegen die gebürtige Russin Anastasia Potapova, die seit Anfang dieses Jahres für Österreich spielt, lange zu kämpfen, ehe nach über zwei Stunden der 7:6 (7:4), 7:6 (9:7)-Erfolg feststeht. Damit hält die Australian-Open-Siegerin von 2023 und 2024 auf Grand-Slam-Ebene nun bei 19 gewonnenen Tiebreak in Folge. Im Achtelfinal trifft Sabalenka auf Victoria Mboko. Die 19-jährige Kanadierin bezwingt die Dänin Clara Tauson in drei Sätzen.
«Das Dümmste, was mir vor einem Turnier passiert ist»
Bereits am Donnerstag besiegelt eine Zweitrunden-Niederlage gegen den Tschechen Tomas Machac das Melbourne-Aus von Stefanos Tsitsipas. Wie der Grieche erzählt, plagte ihn dabei eine «dumme Verletzung»: Beim Fussballspielen habe er sich eine Muskelverletzung zugezogen. Sein Trainerteam habe ihm daraufhin geraten, an den Australian Open gar nicht erst anzutreten – was Tsitsipas trotzdem tat. Nach dem frühen Ausscheiden ist für ihn klar: «Das ist das Dümmste, was mir jemals vor einem Turnier passiert ist. Ich habe meine Lektion gelernt: Ich werde vor einem Wettkampf nie wieder Fussball spielen.»