Wer kriegt Mega-Talent Wembanyama?
Die wichtigste Draft-Lotterie seit 2003 und LeBron James

14 Teams hoffen darauf, das französische Basketball-Phänomen Victor Wembanyama im NBA-Draft auswählen zu dürfen, aber nur eines zieht in der Lotterie das Gewinner-Los.
Publiziert: 16.05.2023 um 19:47 Uhr
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Aktualisiert: 17.05.2023 um 07:48 Uhr
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Zukünftiger Megastar? 14 NBA-Teams hoffen darauf, sich die Rechte am Franzosen Victor Wembanyama sichern zu dürfen.

Schlecht zu sein, hat in der NBA – der besten Basketball-Liga der Welt – auch seine Vorteile. Im besten Fall führt es dazu, dass man sich die Rechte an Victor Wembanyama sichern kann. Das Phänomen aus Frankreich gilt als der Jackpot beim diesjährigen Draft. Es steht ausser Frage, dass der von Megastar LeBron James als «Alien» betitelte «Wemby» am 22. Juni als Erster gezogen wird.

Wembanyama ist 19-jährig, kommt aus Le Chesnay (westlicher Vorort von Paris), spielt noch in seiner Heimat und schwingt dort oben aus. Sein Vater war Leichtathlet, seine Mutter Basketballerin. 222 Zentimeter soll er mittlerweile gross sein, dennoch ist er äusserst agil und nahezu in der Lage, aus dem Stand an den Ring zu greifen. Wenn das kein unschlagbarer Vorteil ist.

Ein Trio mit den besten Chancen

Welches ist die glückliche Franchise, bei der Wembanyama landet? Entscheidend ist hierbei die Draft-Lotterie, die in der kommenden Nacht in Chicago stattfindet und bei der auskommt, an welche vier Klubs die ersten vier Draft-Picks gehen. Alle 14 Teams, die sich nicht für die Playoffs qualifiziert haben, können theoretisch das grosse Gewinner-Los ziehen. Die besten Chancen (je 14 Prozent) weisen die drei miesesten Mannschaften der Qualifikation auf, die Detroit Pistons (65 Niederlagen in 82 Spielen), die San Antonio Spurs und die Houston Rockets (beide mit je 60 Niederlagen). Über die tiefste Quote verfügen die New Orleans ­Pelicans mit 0,5 Prozent.

Fast alle NBA-Fans und -Verantwortlichen fiebern der ­Draft-Lotterie entgegen, zumal neben Wembanyama weitere überdurchschnittliche Talente warten. Vergleichbar ist die ­Anspannung mit derjenigen aus dem Jahr 2003. Dwyane Wade, Chris Bosh und ein gewisser ­LeBron James gehörten damals zu den Top-5-Picks. Der älteste Sohn von «King James», Bronny (18), gehört übrigens auch schon zu den am meisten ­gehypten Nachwuchs-Basket­ballern in den USA, wird aber frühestens 2024 im Draft verfügbar sein.

2003 durften die Cleveland Cavaliers nach dem Sieg in der Lotterie als erste Franchise wählen und entschieden sich prompt für LeBron James. Dieser ­setzte sich bislang viermal die NBA-Krone auf, zweimal mit den ­Miami Heat (gemeinsam mit Wade und Bosh), je einmal mit Cleveland und den Los Angeles Lakers. Cleveland verlor 2002/03 von 82 Spielen deren 65 und wurde mit einem der besten Basketballer aller Zeiten dafür belohnt. Ein gutes Omen für Detroit? (yap)

TeamBilanz (Siege/Niederlagen)Lotterie-Gewinnchance
Detroit17/6514 %
Houston22/6014 %
San Antonio22/60

14 %

Charlotte27/5512,5 %
Portland33/4910,5 %
Orlando34/489 %
Indiana35/476,8 %
Washington35/476,7 %
Utah37/454,5 %
Dallas38/443 %
Chicago40/421,8 %
Oklahoma City40/421,7 %
Toronto41/411 %
New Orleans42/400,5 %
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