Darum gehts
- Seattle Seahawks gewinnen diesjährigen Super Bowl gegen New England Patriots mit 29:13
- Noch nie wechselte ein amtierender Super-Bowl-Meister den Besitzer
- Verkauf der Seahawks soll bis Frühling 2026 abgeschlossen werden
Zehn Tage ist es erst her, seit die Seattle Seahawks den Super Bowl auf überzeugende Weise gewonnen und sich mit 29:13 gegen die New England Patriots durchgesetzt haben. Was schon vor dem grossen Saisonfinale die Runde machte, wird jetzt offiziell: Die Franchise des diesjährigen Champions wird verkauft.
Wie diverse US-Medien berichten, bestätigt die Inhaberorganisation, den «formellen Verkaufsprozess» eingeleitet zu haben.
Im Jahr 1997 hatte Paul Allen die Seattle Seahawks gekauft und vor einem Umzug nach Los Angeles bewahrt. Der US-Amerikanische Unternehmer verstarb 2018 an einer Krebserkrankung, worauf seine Nachlassstiftung das Inhaberverhältnis der Seahawks übernahm. Seine Schwester Jody Allen fungierte seither als Vorsitzende des Football-Teams.
Superreiche unter den Kauf-Kandidaten
Der Besitzerwechsel bei den Seahawks ist aus vielerlei Gründen speziell. Zwar sind Verkäufe und Käufe von NFL-Teams in Nordamerika keineswegs unüblich. Dass aber ein amtierender Super-Bowl-Champion in neue Hände kommt, ist ein Novum.
Schätzungsweise rund 8 Milliarden Dollar soll ein allfälliger Käufer für das Team hinblättern müssen. Interessenten gibt es einige. Gerüchten zufolge soll Amazon-Boss Jeff Bezos (62) ein Kandidat sein. Ein anderer Name, der gehandelt wird, ist jener von US-Milliardär Bill Gates (70).
Einen Geldregen für die Nachfahren von Paul Allen wird es durch den Verkauf der Seahawks aber nicht geben. Denn Allens Testament schreibt offenbar vor, dass alle Kapitalanlagen in Sportteams verkauft und die Erlöse für wohltätige Zwecke investiert werden müssen.