Dicke Playoff-Überraschung
Der Titelverteidiger scheitert schon in der ersten Runde

Die Wild-Card-Runden läuten die Playoffs in der NFL ein. Schon jetzt ist klar: Die Philadelphia Eagles werden ihren Titel nicht verteidigen. Und die Bills dürfen weiter an ihrer Traumabewältigung arbeiten.
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San Francisco stoppt die Eagles auf der Mission Titelverteidigung.
Foto: AP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die San Francisco 49ers werfen Titelverteidiger Philadelphia raus
  • Buffalos Super-Bowl-Traum geht weiter
  • Die Chicago Bears holen ersten Playoff-Sieg seit 15 Jahren
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Andrea CattaniTagesleiter Sport

Der Titelverteidiger ist raus

Schon nach der ersten Playoff-Runde ist klar: In der NFL wird es in diesem Jahr einen neuen Champion geben. Die Philadelphia Eagles scheitern auf ihrer Mission Super-Bowl-Titelverteidigung bereits im Wild-Card-Duell an den San Francisco 49ers. Obwohl sich die Gäste von der Westküste bereits seit Wochen mit grossen Verletzungssorgen durch die Saison schleppen und in der Partie gegen die Eagles dann mit George Kittle (32) den nächsten Star-Spieler verlieren, bleibt das Aufeinandertreffen eine ultraknappe Kiste. Das liegt vor allem daran, dass Philadelphia – wie so oft in dieser Saison – offensiv stark loslegt, dann aber brutal abbaut. Selbst mit zwei Interceptions in der zweiten Halbzeit können die Eagles das Spiel nicht auf ihre Seite zerren. Die Niners hingegen nutzen ihre Gelegenheiten, können rund fünf Minuten vor Schluss wieder vorlegen (23:19) und geben die Führung danach nicht mehr her – obwohl Philly nochmals bis kurz vor die Endzone vorstösst. Für die Eagles wird nach 2017 und 2024 vorerst kein weiterer Super-Bowl-Ring dazukommen. Die San Francisco 49ers bekommen es am kommenden Wochenende nun mit den Seattle Seahawks zu tun.

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Patriots wieder wie zu ihren besten Zeiten?

Rund zwei Jahrzehnte lang prägten die New England Patriots mit ihrem damaligen Quarterback Tom Brady eine Ära in der NFL. Zwischen 2002 und 2019 sahnte der Superstar mit dem Team nicht weniger als sechs Super-Bowl-Siege ab. Danach aber folgte die grosse Dürre für die Franchise – bis jetzt. Zum ersten Mal seit 2021 ist man zurück in den Playoffs. Und erstmals seit dem Super-Bowl-Triumph 2019 gewinnt man jetzt überhaupt mal wieder ein Spiel in der Postseason. Viel Hype erfährt in diesem Zusammenhang der designierte Brady-Nachfolger Drake Maye. Der erst 23-jährige Quarterback lotste das Team zu 14 Siegen in dieser Saison. In der Wild-Card-Runde gegen die Los Angeles Chargers kann Maye dem Spiel aber lange nicht seinen Stempel aufdrücken. Gegen die Kalifornier ist es viel mehr eine Abwehrschlacht, die erst im vierten Viertel mit dem einzigen Touchdown-Pass des Spiels entschieden wird. Da aber ist Maye zur Stelle: Ein 28-Yards-Pass des Spielmachers auf Tight End Hunter Henry (31) reicht, um auf 16:3 zu stellen und die Chargers endgültig abzuschütteln. Nächster Patriots-Gegner auf dem Weg zu alter Grösse ist der Sieger aus dem Duell in der Nacht auf Montag zwischen den Pittsburgh Steelers und den Houston Texans.

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Bills-Therapie geht weiter

Die Buffalo Bills haben ein Playoff-Trauma: Viermal in den letzten fünf Jahren scheiterten Quarterback Josh Allen (29) und sein Team jeweils an den Kansas City Chiefs. Kein Wunder, sind die Bills-Hoffnungen jetzt besonders gross. Denn für einmal haben die Chiefs die Postseason klar verpasst. Weg frei also? Nicht ganz. Das Wild-Card-Duell mit den Jacksonville Jaguars ist von der ersten Minute an eine enge Angelegenheit. Vor allem Josh Allen muss dabei Nehmer-Qualitäten beweisen. Gleich mehrfach wird der Quarterback hart getroffen, muss zwischenzeitlich sogar mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vom Platz, kann aber später wieder mittun. Allen ist es schliesslich auch, der höchst persönlich mit noch etwas mehr als einer Minute auf der Uhr den entscheidenden Touchdown für die Bills zum 27:24 erläuft. Die letzte Antwort der Jaguars fällt kurz aus: Gleich der erste Pass von Trevor Lawrence (26) wird von der Bills-Verteidigung abgefangen. Ein bitteres Saison-Ende für Jacksonville, das mit zuletzt acht Siegen in Serie in die Playoffs gerauscht ist. Für Buffalo hingegen wird nächste Woche die Trauma-Bewältigung fortgesetzt. In der Divisional Round gehts dann gegen die Denver Broncos.

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Bears schaffen Mega-Comeback

Nicht viele Teams haben in dieser so viel für den ganz grossen Coup investiert wie die Green Bay Packers. Nicht zuletzt mit dem Trade für Star-Spieler Micah Parsons (26), für den das Team zwei Erstrunden-Draftpicks abgegeben hat, wurde ein Ausrufezeichen gesetzt. Doch der Angriff von Green Bay endet in der Nacht auf Sonntag im Fiasko. Ohne den seit Dezember verletzten Parsons legen die Packers zwar furios los und ziehen auswärts bei den Chicago Bears zwischenzeitlich bis auf 21:3 davon. Mehrere verpasste Versuche des Kickers ebnen aber den Weg für ein spektakuläres Comeback der Bears. Zwei Touchdowns in etwas mehr als einer Minute in der Schlussphase sorgen schliesslich für die Wende. Das Endresultat von 31:27 ist gleichbedeutend mit dem ersten Playoff-Sieg der Chicago Bears seit 15 Jahren. Der nächste Triumph ist am nächsten Wochenende gegen die Los Angeles Rams möglich.

Die Resultate der Wild-Card-Runde

Samstag, 10. Januar
Chicago Bears – Green Bay Packers 31:27

Sonntag, 11. Januar
Carolina Panthers – Los Angeles Rams 31:34
Jacksonville Jaguars – Buffalo Bills 24:27
Philadelphia Eagles – San Francisco 49ers 19:23

Montag, 12. Januar
New England Patriots – Los Angeles Chargers 16:3

Dienstag, 13. Januar
2.15 Uhr Pittsburgh Steelers – Houston Texans

Samstag, 10. Januar
Chicago Bears – Green Bay Packers 31:27

Sonntag, 11. Januar
Carolina Panthers – Los Angeles Rams 31:34
Jacksonville Jaguars – Buffalo Bills 24:27
Philadelphia Eagles – San Francisco 49ers 19:23

Montag, 12. Januar
New England Patriots – Los Angeles Chargers 16:3

Dienstag, 13. Januar
2.15 Uhr Pittsburgh Steelers – Houston Texans

Rams schrammen an Playoff-Blamage vorbei

Kein Team wurde im Vorfeld von den Buchmachern stärker favorisiert als die Los Angeles Rams. Doch die erwartet klare Angelegenheit gegen die Carolina Panthers sollte ausbleiben. Stattdessen liefern die beiden Teams einen Krimi, der für die Rams ab der Schlussphase des dritten Viertels so richtig ungemütlich wird. Nachdem dem zuvor so souveränen Quarterback Matthew Stafford (37) eine Interception unterläuft, marschieren die Panthers umgehend zur erstmaligen Führung im Spiel (24:20). Ab da ists ein Schlagabtausch der unterhaltsamsten Art – mit dem besseren Ende für den Favoriten. Mit nur noch 38 Sekunden auf der Uhr können die Rams den entscheidenden Treffer in Form eines Touchdowns von Tight End Colby Parkinson (27) landen. Auf das 34:31 der Kalifornier haben die tapferen Panthers dann keine Antwort mehr. Doch der Aussenseiter – Carolina qualifizierte sich als einziges Team mit mehr Niederlagen als Siegen für die Playoffs – hat seine Haut mehr als teuer verkauft. Die Rams wiederum werden sich steigern müssen, wenn nächstes Wochenende die Chicago Bears in der nächsten Playoff-Runde warten.

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