Insbesondere Nadine Fähndrich zählt im Stadion, in dem sie im vergangenen Winter mit zweimal WM-Bronze gross aufgetrumpft hat, zu den Verliererinnen. Sie wird in den Viertelfinals in ihrem Heat überraschend auf Platz 5 durchgereicht, obwohl sie als Führende auf die Zielgeraden eingebogen ist. Die Schwedin Emma Ribom oder auch zwei junge Norwegerinnen sind schon in Hochform, denn sie müssen sich im harten, teaminternen Kampf um die Olympia-Tickets bewähren. Allein sechs Schwedinnen gehören zu den zwölf Halbfinalistinnen. Johanna Hagström ist letztlich die Siegerin.
Anja Weber läuft wie in Kuusamo in die Viertelfinals. Diese Konstanz ist für die Zürcherin wichtig, denn sie will sich mit Blick auf die Olympischen Spiele das Ticket neben Nadine Fähndrich für den Team-Sprint sichern. Auch Nadja Kälin schafft den Vorstoss in die erste K.o.-Runde.
Valerio Grond hofft wie in Kuusamo vergebens auf einen Lucky-Loser-Platz, um die Halbfinals zu erreichen. Janik Riebli, der in Kuusamo überzeugt hatte, ist diesmal in der Qualifikation als 57. chancenlos.
Johannes Hösflot Klaebo wehrt sich im Final erfolgreich gegen vier Team-Kollegen und den jungen Schweden Alvar Myhlback. Der Ausnahme-Könner feiert somit den 100. Einzel-Weltcupsieg – eine historische Marke, aber kein Rekord. Marit Björgen steht bei 114 Erfolgen, die Staffeln ebenfalls nicht mit eingerechnet.