Der 32-jährige Rüesch musste sich in S-chanf nach 42 km einzig Einar Hedegart geschlagen geben. Der Norweger sicherte sich nach zwei Goldmedaillen an den Olympischen Spielen nun auch den Sieg beim Langlauf-Klassiker im Engadin. Platz 3 ging an den Franzosen Sabin Coupat. Mit Beda Klee (8.) und Candide Pralong (9.) liefen zwei weitere Schweizer in die Top Ten.
Rüesch gehörte einer vierköpfigen Gruppe an, die sich rund fünf Kilometer vor dem Ziel löste. "Es war ein Hammer-Rennen, recht schnell", sagte er nach dem Rennen im SRF-Interview. Auf den letzten Kilometern habe er gewusst: "So weit vorne wirst du nie mehr sein. Ich wollte einfach nicht Vierter werden."
Für Rüesch, der vor wenigen Tagen seinen Rücktritt vom Spitzensport per Ende der Weltcup-Saison bekannt gegeben hat, war es der letzte Engadiner als Profi. Für die Olympischen Spiele konnte er sich nach einer schwierigen Saison nicht qualifizieren.
Giuliana Werro musste sich im Rennen der Frauen zum dritten Mal in Folge mit Platz 2 begnügen. Im Vorjahr von Landsfrau Nadine Fähndrich auf der Zielgeraden noch abgefangen, verlor sie dieses Mal den Schlusssprint gegen die Deutsche Anna Endress. Clémence Didierlaurent aus Frankreich im 3. Rang kam mit mehr als einer Minute Rückstand ins Ziel. Carla Wohler (5.), Gianna Wohler (8.) und Helena Guntern (9.) rundeten das gute Schweizer Teamergebnis ab.