Wie wirksam sind die Massnahmen?
Kampf gegen Japankäferbefall in Kloten dauert an

Seit rund einem Monat wird in Kloten die erste Japankäferpopulation nördlich der Alpen bekämpft. Wie erfolgreich die Massnahmen gegen den Schädling sind, lässt sich noch nicht abschliessend beurteilen.
Publiziert: 21.08.2023 um 15:38 Uhr
Teile uns deine Meinung zur Vorlesefunktion mit. Zur kurzen Umfrage.
Rund einen Monat nachdem in Kloten eine Japankäferpopulation entdeckt wurde, dauert die Bekämpfung des Schädlings weiter an. (Archivbild)

Für eine Bilanz sei es noch zu früh, hiess es am Montag bei der Medienstelle der kantonalen Baudirektion auf Anfrage von Keystone-SDA. Erst im kommenden Jahr, also in der nächsten Flugsaison des eingeschleppten Käfers, könne man sagen, wie wirksam die Massnahmen waren.

In den Lockstofffallen, die nach dem Insektizideinsatz Ende Juli in Kloten aufgestellt wurden, hat man laut der Baudirektion in den vergangenen Wochen einzelne Käfer gefunden. Ausserhalb der Gemeinde Kloten gab es jedoch keine Funde.

Aus der Bevölkerung hat es rund 300 Meldungen zu Käferfunden gegeben. Bislang handelte es sich dabei jedoch bei keiner Meldung tatsächlich um Japankäfer.

Trotzdem ist es laut den Behörden wichtig, dass die geltenden Regeln in Kloten weiterhin eingehalten werden. So sollen etwa Rasenflächen nicht bewässert werden, um die Eiablage der Käfer zu erschweren. Zudem darf kein Grüngut, kein Kompost und keine Pflanzenerde aus Kloten wegtransportiert werden.

Das Verbot, Grünflächen zu bewässern, hat mittlerweile dem Fussballclub Kloten grosse Probleme beschert: Die Stadt sperrte sämtliche Rasenplätze für den Spiel- und Trainingsbetrieb, wie der «Zürcher Unterländer» am Samstag berichtete. Den rund 30 Fussballteams bleibt aktuell nur ein einziger Kunstrasenplatz.

(SDA)

Werbung
Fehler gefunden? Jetzt melden
Alle Kommentare