Im vergangenen Jahr kamen in der Stadt Zürich 4535 Kinder zur Welt, während 3043 Menschen starben. Zudem verzeichnete die Stadt 40'123 Zuzüge und 37'858 Wegzüge. Dadurch wuchs die Bevölkerung 2025 um insgesamt 3757 Einwohnerinnen und Einwohner, wie die Stadt am Freitag mitteilte.
Die Geburtenzahlen pendelten sich laut der Stadt auf «niedrigem Niveau» ein. Zwischen 2014 und 2021 kamen jedes Jahr über 5100 Babys zur Welt, doch von 2021 auf 2022 sank die Zahl schlagartig von 5261 auf 4538.
Einen so starken Rückgang von 723 Geburten innerhalb eines Jahres habe es in den vergangenen 130 Jahren seit der ersten Eingemeindung in der Stadt Zürich nie gegeben, schreibt die Stadt. Nicht einmal während des sogenannten Pillenknicks in den 1960er-Jahren.
Beim Geburtenrückgang 2022 handelt es sich laut Stadt um ein «aussergewöhnliches Ereignis» in der Geschichte der Stadt Zürich. Von 2022 bis 2025 wurden jährlich wieder ungefähr gleich viele Babys geboren.
Bei einer Befragung von 20- bis 39-jährigen Stadtzürcherinnen und Stadtzürchern vor zehn Jahren spielten vor allem zwei Faktoren eine Rolle bei der Kinderfrage: die Qualität der Beziehung und die finanzielle Situation.
Diese beiden Faktoren seien heute zwar immer noch wichtig, schreibt die Stadt. Neu seien aber auch die Arbeitsbedingungen, die Betreuungsmöglichkeiten der Kinder und die Aufteilung der Kinderbetreuung zentral geworden.
Aus der Medienmitteilung der Stadt geht weiter hervor, dass Ende 2025 in der Stadt Zürich 20'049 Kinder im Alter von 0 bis 4 Jahren lebten. Das seien deutlich weniger als noch 2018, als diese Altersgruppe über 23 000 Kinder zählte. Dieser Rückgang sei nicht auf den Geburteneinbruch 2022 zurückzuführen, sondern verlaufe kontinuierlich.