Darum gehts
- Ein Schüler in Esslingen ZH von Auto angefahren, schwer verletzt
- Zweiter Unfall dieser Art am gleichen Ort, Debatte um Tempo 30 erneut
- 200 Unterschriften für Tempo-30-Petition, bisher 160 Unterstützer gesammelt
Ein Blick-Leser meldet am Freitag einen dramatischen Unfall in Esslingen ZH. Ein Schüler wurde auf dem Heimweg von einem Auto angefahren. «Mein Sohn hat den Vorfall beobachtet», erzählt der Leser. «Als er ankam, hatte sich bereits eine grosse Gruppe Schulkinder um den Verletzten versammelt. Eine Lehrerin hat die Polizei gerufen.»
Die Kantonspolizei Zürich bestätigt den Vorfall gegenüber Blick. «Ein 9- oder 10-jähriger Bub war auf dem Velo unterwegs, als er bei der Überquerung einer Strasse mit einem Auto kollidierte», sagt ein Sprecher. «Ein Sanitätswagen musste aufgeboten werden.»
Ansporn für Tempo-30-Debatte?
Wie der Blick-Leser erzählt, sei es nicht das erste Mal, dass ein Kind in Esslingen angefahren wurde. «Das ist jetzt schon der zweite Unfall dieser Art. Beide fanden etwa am gleichen Ort statt.» Er sieht die Gemeinde Egg ZH, zu der das Dorf gehört, in der Pflicht. «Wie viele Kinder müssen noch angefahren werden, bis hier etwas gemacht wird?»
Die Lösung ist für den aufgebrachten Esslinger offensichtlich: 30er-Zonen auf den Schulwegen. «Vor ein paar Jahren wurde das thematisiert, aber an der Gemeindeversammlung versenkt», erklärt er am Telefon. «Den Stimmbürgern war es damals zu teuer.»
Geschwindigkeitsbegrenzung wird diskutiert
Das Thema 30er-Zonen scheint im Dorf aber noch immer aktuell zu sein. Vor einigen Wochen wurde eine Online-Petition mit dem Titel «Tempo 30 für unsere Kinder in Esslingen!» gestartet.
Über 160 Personen unterstützen das Anliegen. Das angestrebte Ziel von 200 Unterschriften wurde aber noch nicht erreicht.