Polizeieinsatz beim Zürcher Volkshaus
Antifa protestiert gegen Esoterik-Kongress in Zürich

Beim Kanzleiareal in Zürich haben am Samstagmittag Aktivisten gegen einen Esoterik-Kongress im Volkshaus protestiert. Die Kundgebung trug den Titel «Reclaim Volkshaus».
Publiziert: 27.05.2023 um 16:34 Uhr
Teile uns deine Meinung zur Vorlesefunktion mit. Zur kurzen Umfrage.
1/7
Unter dem Motto «Reclaim Volkshaus» haben Linke am Samstagmittag in Zürich gegen einen Esoterik-Kongress protestiert.

An diesem Wochenende findet im Volkshaus in Zürich ein Kongress unter dem Titel «Vision des Guten und das Manifest der neuen Erde» statt. Die Veranstaltung gilt als umstritten. Es treten dort Personen wie die neue Uriella, der Esoterik-Star Christina von Dreien (23) aus dem Toggenburg oder der Historiker Daniele Ganser (50), ein Star der Verschwörungstheoretiker-Szene auf. Des Weiteren werden auch bekannte Köpfe der Reichsbürger-Szene mit der Veranstaltung in Verbindung gebracht.

Beim Kanzleiareal versammelte sich am Samstagmittag lautstarker Protest gegen den Kongress. Wie «20 Minuten» berichtet, war die Polizei mit sechs grossen Autos vor Ort. Zudem bewachten Sicherheitsleute den Eingang zum Volkshaus.

Protest gegen «Schwurbler»

«Keine Bühne für Antisemit:innen! Kein Geschäft mit Sekten-Gurus und braunen Esoteriker:innen», mit diesen Worten hatten linke Aktivisten zur Gegendemonstration aufgerufen. Sie hatten in einer Petition vom Stiftungsrat des Volkshauses verlangt, den Mietvertrag für den Anlass aufzulösen. «Wenn die Veranstaltung nicht abgesagt wird, sehen wir uns gezwungen, eine Gegenmobilisierung vorzubereiten», hatten die Aktivisten gedroht.

So kam es dann auch. Ein paar Dutzend Personen machten ihrem Ärger über «Schwurbler» und «rechten Machtfantasien» Luft.

Esoterik-Star: Die 17-jährige Christina ist der neue Esoterik-Star(00:43)

Auch die Antifa Zürich hatte im Vorfeld bei Instagram einen Demonstrationsaufruf geteilt. «Mit Lärm gegen Eso-Nazis», hiess es darin. Und: «Zeigen wir, dass sie alles andere als erwünscht sind!» (nad)

Fehler gefunden? Jetzt melden
Alle Kommentare