Neue Einrichtung geplant
Zürich will kriminelle Jugendliche nicht mehr in Knast stecken

Kriminelle Zürcher Jugendliche von 10 bis 18 Jahren sollen nicht mehr ins Gefängnis. Der Kanton will für sie eine neue Einrichtung schaffen: eine sogenannte «Überbrückungsstation».
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Bisher wurden kriminelle Jugendliche, die gravierende Delikte begangen haben, in der Jugendabteilung des Gefängnisses Limmattal in Dietikon untergebracht. Dort gibt es eine strikt abgetrennte Jugendabteilung mit Platz für maximal 24 männliche Jugendliche.

Wie die Justizdirektion am Donnerstag mitteilte, soll diese Gefängnisabteilung nun verkleinert werden. Stattdessen sollen straffällige Jugendliche in einer «Überbrückungsstation» untergebracht werden, in Wohngruppen.

Bis diese Station den Betrieb aufnimmt, stellt das Massnahmenzentrum Uitikon kurzfristig neun Time-Out-Plätze für Jugendliche ab 16 zur Verfügung. Generell gibt es im Kanton Zürich zu wenig spezialisierte Unterbringungs- und Betreuungsplätze für Minderjährige.

Gemäss Angaben der Justizdirektion kommen 95 Prozent der Jugendlichen nie mit der Justiz in Konflikt. Nur 5 Prozent bekommen es mit der Jugendanwaltschaft zu tun und davon sind 4 Prozent Bagatelldelikte, etwa Verkehrsdelikte.

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