Kritik
AL will in Zürich keine Public Viewings zur Fussball-WM

Die AL hat einen Vorstoss gegen Public Viewings in Zürich während der Fussball-WM 2026 eingereicht. Der Stadtrat soll prüfen, diese auf öffentlichem Grund zu verbieten. Schon während der WM in Katar 2022 engagierte sich die Partei gegen öffentliches Fussballschauen.
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Gemeinsames Fussballschauen soll in Zürich während der WM im Sommer nicht überall möglich sein. Ein Vorstoss fordert ein Verbot von Public Viewings auf öffentlichem Grund. (Symbolbild)
Foto: ENNIO LEANZA
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Die Fifa macht der AL keine Freude. Vor vier Jahren habe sie die WM der Männer in einem Land mit «menschenverachtendem Regime» stattfinden lassen. Nun werde sie mehrheitlich in den USA durchgeführt, einem Land mit «aktuell menschenunwürdigen Zuständen». Auch von «faschistoiden Tendenzen» ist die Rede.

Wie die Partei in ihrem am Donnerstag publizierten Postulat schreibt, soll die Stadt Zürich protestieren und von Public Viewings auf öffentlichem Grund sowie deren Finanzierung absehen.

Vor vier Jahren war der Vorstoss zu Katar erfolgreich: Mit 65 zu 42 Stimmen bei sieben Enthaltungen überwies der Gemeinderat das Postulat nur wenige Tage vor Beginn der WM.

Der Vorstoss mit «symbolischem Wert» hatte finanzielle Folgen: Ein Veranstalter wollte in der Europaallee ein Zelt mit Platz für 800 Personen aufstellen - die Stadt untersagte dies aber einen Tag nach der Abstimmung im Parlament. Da die WM damals im Winter stattfand, verwies der Stadtrat auch auf energiepolitische Gründe. Das Zelt hätte geheizt werden müssen.

Die WM in den USA, Mexiko und Kanada findet im Sommer statt, es könnten also trotz Zeitverschiebung mehr Veranstalter betroffen sein. Der Einfluss wäre allerdings beschränkt: Auf privatem Grund kann die Stadt ein Public Viewing nicht aus politischen Gründen verbieten.

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