Frauenfussball soll profitieren
Zürcher Stadtparlament fordert neues Fussballstadion

Der Stadtzürcher Gemeinderat überweist eine Motion für ein neues Fussballstadion mit 76 zu 31 Stimmen. Von einem Stadion mit 4000 Plätzen soll der Frauenfussball profitieren.
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Die Frauen des FC Zürich spielen im Heerenschürli, Platz haben rund 900 Zuschauerinnen und Zuschauer. Das Stadtparlament fordert nun ein grösseres Stadion. (Archivbild)
Foto: Andreas Becker

Darum gehts

  • Das Stadtzürcher Parlament unterstützt neues 4000-Plätze-Fussballstadion für Frauenfussball
  • Stadion Utogrund bleibt bis 2032 wegen Schulhausumbau geschlossen
  • Motion mit 76 zu 31 Stimmen für Stadionausbau überwiesen
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Das Stadtzürcher Parlament hat sich am Mittwoch für ein neues Fussballstadion eingesetzt. Von einem Stadion mit 4000 Plätzen soll der Frauenfussball profitieren. Sollte dereinst das Stadion Hardturm stehen, könnten die Frauenteams des FC Zürich und der Grasshoppers zumindest teilweise im Letzigrund spielen. Bis es so weit ist, bleiben die FCZ Frauen wohl im Heerenschürli in Schwamendingen mit rund 900 Zuschauerinnen und Zuschauern.

Einen Ausbau sieht der Stadtrat nicht als nötig an, wie er in einer Antwort auf eine Motion von SP und FDP schrieb. Diese forderten ein Stadion mit 4000 Plätzen. Dieses könnte die Attraktivität des Frauenfussballs fördern, meinten sie.

Ein solches Stadion gäbe es eigentlich, wie auch die Motionäre schreiben: Den Utogrund mit 3300 Plätzen. Allerdings ist dieser derzeit geschlossen wegen des Umbaus des angrenzenden Schulhauses. Erst 2032 steht das Stadion wieder zur Verfügung. 

Früher zu Stadion kommen

Dem Anliegen stehe er grundsätzlich positiv gegenüber, sagte Sportvorsteher Filippo Leutenegger (FDP). Ein weiterer Ausbau des Utogrund werde schwierig. Im Heerenschürli würde ein Ausbau auf Kosten anderer Plätze gehen.

Motionärin Lisa Diggelmann (SP) freute sich zwar über künftige Spiele im Letzigrund. «Wir hoffen aber, dass wir früher zu einem Stadion kommen». Die Infrastruktur im Heerenschürli sei derzeit «kümmerlich», fand Tanja Maag (AL). Sie verwies darauf, dass am Derby der Frauen im Letzigrund mehr Leute waren, als die GC-Herren an einem Heimspiel.

Stefan Urech (SVP) sah sich als «Buhmann des Abends». Er schätze beide Frauen-Teams. «Aber der Zuschauerschnitt ist sehr tief», meinte er. Der Ligaalltag sei nicht mit der Fussball-EM zu vergleichen. Druck brauche es viel mehr, damit der Hardturm endlich gebaut werde.

Der Gemeinderat überwies die Motion mit 76 zu 31 Stimmen. Der Stadtrat muss nun gegen seinen Willen eine Weisung für den Ausbau eines Sportplatzes für bis zu 4000 Zuschauerinnen und Zuschauer ausarbeiten. Welcher es sein soll, lässt die Motion offen.

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