80-Meter-Baugerüst ist weiterhin instabil
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Absperrung in Zürich-Oerlikon:80-Meter-Gerüst ist immer noch instabil

Instabiles Baugerüst in Zürich
Strasse bleibt gesperrt – das sagt die Bauherrin

In Zürich-Oerlikon lief am Sonntag ein grösserer Polizeieinsatz. Der Grund: ein instabiles Baugerüst. Spezialisten arbeiten nun am Rückbau.
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Mehrere Etagen des Baugerüsts brachen ein.
Foto: Rafael Pfister

Darum gehts

  • Instabiles Baugerüst an Zürcher Hochhaus führt zu Polizeieinsatz
  • Mehrere Etagen des Gerüsts eingebrochen, Verstrebungen verbogen
  • Ermittlungen zur Ursache laufen, Spezialisten beginnen mit Rückbau
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Am Sonntagnachmittag wurde die Stadtpolizei Zürich durch Schutz & Rettung Zürich über ein instabiles Baugerüst an einem Hochhaus an der Hagenholzstrasse im Zürcher Kreis 11 informiert, wie der Newsdienst BRK News berichtete. Zuvor hatte eine Leserreporterin Blick einen grossen Polizeieinsatz an der gleichen Stelle gemeldet. «Es ist alles abgesperrt», so die Blick-Leserin.

Auf Anfrage erklärte die Stadtpolizei Zürich, dass mehrere Patrouillen wegen eines instabilen Baugerüsts ausgerückt seien. Gegen zehn Angehörige der Berufsfeuerwehr von Schutz & Rettung Zürich, darunter ein Einsatzleiter, wurden ebenfalls aufgeboten. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf ein über 30-stöckiges Hochhaus, das vollständig mit einem Baugerüst eingekleidet war.

Videos zeigen eingestürztes Baugerüst
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Polizeieinsatz in Zürich:Videos zeigen instabiles Baugerüst

Mehrere Etagen eingestürzt

Der Unfalltechnische Dienst der Stadtpolizei Zürich prüfte die Lage mithilfe einer Drohne aus der Luft. Mehrere Etagen des Gerüsts waren eingebrochen; zudem waren diverse Verstrebungen massiv verbogen.

Die Statik des rund 80 Meter hohen Baugerüsts war nicht mehr gewährleistet – das Gerüst zeigte deutliche Instabilitäten. Die Stadtpolizei Zürich sperrte daraufhin einen Teil der Hagenholzstrasse für jeglichen Verkehr und richtete eine Umleitung ein, wie sie auf Anfrage erklärte. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand.

«Das Fassadengerüst wird in den nächsten Tagen zurückgebaut»

Die Swiss Life AG steckt hinter der Baustelle und auch dem Baugerüst. Das Unternehmen spricht von einem Zwischenfall, der zur Instabilität geführt hat. «Zu möglichen Ursachen können wir aufgrund der laufenden Analysen aktuell keine Stellung nehmen. Das Fassadengerüst wird in den nächsten Tagen zurückgebaut», sagt Fabienne Schneider, Mediensprecherin der Swiss-Life-Gruppe, zu Blick. Verschiedene Spezialisten seien vor Ort, um das Gerüst zu analysieren.

Aktuell bestehe kein akutes Risiko mehr. Schneider weiter: «Das Fassadengerüst wird in den nächsten Tagen zurückgebaut. Die Hagenholzstrasse wird dadurch voraussichtlich für zwei bis drei weitere Tage teilweise gesperrt bleiben.»

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