«Sie hatte Angst vor unserem Hund»
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Anwohnerin Alice Z.«Sie hatte Angst vor unserem Hund»

Pöstlerin (†57) in Knutwil LU totgefahren – Ex-Freund Roli E. (56) trauert
«Dass sie jetzt so sterben musste, ist einfach tragisch»

Am Mittwoch hat sich in Knutwil im Kanton Luzern ein schlimmer Unfall ereignet. Beim Crash zwischen einem Post-Zustellfahrzeug und einem Volkswagen kam eine Pöstlerin ums Leben.
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Für die Pöstlerin kam jede Hilfe zu spät.
Foto: BRK News

Darum gehts

  • Tödlicher Unfall in Knutwil LU: Pöstlerin stirbt bei Kollision mit Auto
  • Post-Mediensprecher äussert Mitgefühl für Angehörige und Kollegen der Verstorbenen
  • Mauenseestrasse war nach dem Unfall für 3,5 Stunden gesperrt
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Tödlicher Crash am Vormittag! Am Mittwoch ist die Fahrerin eines Post-Zustelltöffs bei einem Unfall in Knutwil LU ums Leben gekommen.

Die Pöstlerin (†57) fuhr um etwa 10.50 Uhr mit ihrem dreirädrigen Elektro-Gefährt auf der Mauenseestrasse Richtung Mauensee. Auf Höhe Bollmatt wollte sie nach links abbiegen. Dabei kam es zur Kollision mit einem Auto, das hinter ihr ebenfalls in Richtung Mauensee fuhr.

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«Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen. Es ist wahnsinnig tragisch und trifft uns alle sehr.»
Jonathan Fisch, Mediensprecher der Post
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Die 57-Jährige wurde beim Unfall so schwer verletzt, dass sie noch vor Ort verstarb. Der genaue Unfallhergang wird durch die Luzerner Polizei abgeklärt. Die Untersuchung führt die Staatsanwaltschaft Sursee.

Video zeigt die Unfallstelle
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Pöstlerin (†57) tot:Video zeigt die Unfallstelle

«Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen. Es ist wahnsinnig tragisch und trifft uns alle sehr», sagt Jonathan Fisch, Mediensprecher der Post, zu Blick. Wichtig sei es, dass die Kolleginnen und Kollegen in den nächsten Stunden und Tagen unterstützt werden.

«Sie haben noch versucht, sie zu reanimieren»

Anwohnerin Alice Z.* (84) wohnt gleich bei der Unfallstelle. Sie kennt die Pöstlerin seit drei, vier Monaten. Zu Z.s Haus sei die 57-Jährige nicht mehr gekommen. «Sie hatte Angst vor unserem Hund, deshalb haben wir den Briefkasten hoch an die Strasse gestellt», erklärt sie gegenüber Blick.

Der Unfall macht die Seniorin betroffen. «Ich habe von hier aus gesehen, wie sie das Auto abtransportiert haben.» Es seien viele Polizisten vor Ort gewesen. «Ich habe gehört, dass sie noch lange versucht haben, sie zu reanimieren.» Am Abend habe sie dann erfahren, dass die Frau ums Leben gekommen war. Mittlerweile befinden sich Kerzen an der Unfallstelle. «Ich wünsche allen Angehörigen und Beteiligten viel Kraft», sagt Z.

Ex-Freund trauert

Blick trifft an der Unfallstelle Roli E.* (56), den Ex-Freund der verstorbenen Pöstlerin. Er ist unsagbar traurig, aber auch wütend. Er möchte nur anonym Auskunft geben. «Sie war so eine Gute. Wir waren ein paar Jahre zusammen. Bei der Post arbeitete sie seit über zehn Jahren. Sie hat alles für ihren Job gegeben. Aber wie alle Pöstlerinnen und Pöstler hatte auch sie mit dem unsagbaren Stress zu kämpfen. Sie hatte ganz alleine ein riesiges Gebiet abzufahren und kaum Zeit, mit den Menschen zu reden, wie das früher der Fall war. Dass sie jetzt so sterben musste, ist einfach tragisch. Die Person, die im Auto sass, hätte auf dieser 80er-Strecke einfach besser aufpassen müssen. Aber es passt zu unserer Gesellschaft. Alles muss schnell gehen und niemand passt mehr auf den anderen auf - vor allem auch im Strassenverkehr.»

* Namen bekannt 

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