Die Brandkatastrophe von Crans-Montana zeige eindrücklich, wie wichtig die Einhaltung von Brandschutzregeln bei Veranstaltungen sei, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag mit. Vor den bevorstehenden Fasnachtsanlässen starten das Justiz- und Sicherheitsdepartement und die Gebäudeversicherung Luzern (GVL) daher eine Sensibilisierungskampagne, wie es hiess. Zielgruppen sind Städte und Gemeinden, die Gemeindefeuerwehren sowie Veranstaltende und Betreiberinnen von Gastrobetrieben.
Veranstaltende und Gastrobetriebe trügen die Hauptverantwortung. Sie müssten sicherstellen, dass alle Vorschriften umgesetzt werden, so die Staatskanzlei. Hinweise und Unterstützungsmöglichkeiten stünden auf der Webseite der GVL zur Verfügung und seien Teil der Luzerner Wirteprüfung.
Städte und Gemeinden als Vermieter öffentlicher Veranstaltungslokale sollen dabei klar auf Brandschutzpflichten hinweisen. Es wird empfohlen, vor Beginn der Veranstaltungen «einen Augenschein der finalen Einrichtung» vorzunehmen, etwa durch ein Mitglied der örtlichen Feuerwehr, der Gemeindeverwaltung oder des Hausdienstes. Auch private Veranstalterinnen sollen informiert und sensibilisiert werden.
Die Behörden prüfen laut Mitteilung zudem das Kontrollregime im Kanton Luzern. Erkenntnisse aus der Brandkatastrophe in Crans-Montana sollen in die Überarbeitung der rechtlichen Grundlagen und der Kontrollpraxis einfliessen, hiess es.