Die Hauptarbeiten sollen am Montag, 12. Januar, starten und bis Mitte 2028 dauern. Der Bund werde sich mit voraussichtlich 42 Prozent an den Kosten beteiligen, wie die Luzerner Staatskanzlei am Dienstag mitteilte.
«Aufgrund des grossen Risikos und der hohen Dringlichkeit handelt es sich dabei um gebundene, vom Regierungsrat bewilligte Ausgaben», hiess es weiter. Der Kanton realisiere mit Unterstützung der Gemeinde ein umfassendes Schutzkonzept, um Vitznau zu schützen. Dieses umfasst auch Massnahmen an weiteren Bächen.
Seit 2007 besteht bereits ein Geschiebesammler am Altdorfbach. Dieser reiche gemäss Mitteilung nicht aus, um die aktuellen Risiken zu bewältigen.
Der neue Geschiebesammler entsteht oberhalb des bestehenden. Die Anlage soll dereinst rund 65'000 Kubikmeter Geröll und Geschiebe zurückhalten können. Geplant ist auch ein erweiterter Rückhalteraum, der bereits während der Bauphase besser schützen soll.
Überdies will der Kanton Luzern den bestehenden Geschiebesammler erhöhen. Der Altdorfbach soll zudem ausgebaut werden, sodass Hochwasserspitzen in den Vierwaldstättersee geleitet werden können.
Zuletzt war es am 1. Juni 2024 in Vitznau im Gebiet Hinterbergen zu einem grossen Hangrutsch gekommen. Gesamthaft rutschten damals rund 300'000 Kubikmeter Erd- und Gesteinsmassen in die Tiefe. Acht umliegende Bauernhöfe wurden evakuiert.
Diese Rutschung habe die Gefahrensituation für das Dorf Vitznau «massiv verschärft», wie die Staatskanzlei im Communiqué schrieb. Auch zentrale Teile des Dorfes seien bedroht.