Zehn Attacken in der Schweiz
Niederländer schnappen Bancomaten-Sprenger-Bande

Eine internationale Polizeiaktion hat in den Niederlanden ein Netzwerk von Geldautomatensprengern zerschlagen. Sieben Verdächtige wurden zwischen dem 14. und 22. April verhaftet. Die Täter sollen für über zehn Anschläge in der Schweiz verantwortlich sein.
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So übel sah es nach einer Sprengung in Couvet NE im Jahr 2025 aus.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Internationale Polizeiaktion verhaftet sieben Verdächtige in den Niederlanden
  • Über 50 Prozent der Schweizer Geldautomaten-Sprengungen durch niederländische Banden
  • Seit 2023: Geldautomaten fast nur noch mit Sprengstoff geknackt
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Johannes HilligRedaktor News

Eine internationale Polizeiaktion hat zwischen dem 14. und 22. April in den Niederlanden ein mutmassliches Netzwerk von Geldautomatensprengern ins Visier genommen. Sieben Verdächtige wurden von der «Politie Amsterdam West» verhaftet, während über ein Dutzend Hausdurchsuchungen Sprengstoffe, Fahrzeuge und Bargeld zutage brachten. Das teilt das Bundesamt für Polizei Fedpol am Freitag mit. 

Die Operation, unterstützt von deutschen, französischen und Schweizer Behörden, zielte auf Täter, die in mehreren Ländern Europas für eine Serie von Angriffen verantwortlich sein sollen. Laut der Fedpol gehen über die Hälfte der Sprengstoffattacken auf Geldautomaten in der Schweiz auf das Konto niederländischer Banden.

Ausschliesslich mit Sprengstoff

Den mutmasslichen Tätern wird vorgeworfen, in der gesamten Schweiz rund zehn Anschläge auf Geldautomaten mit Sprengstoff verübt zu haben, unter anderem die folgenden:

20. Mai 2024 – Alle (Kanton Jura)
20. Mai 2024 – Porrentruy (Kanton Jura)
21. Juli 2025 – Couvet (Kanton Neuenburg)
3. Dezember 2025 – Gland (Kanton Waadt)

Seit 2019 verzeichnet die Schweiz eine Zunahme solcher Angriffe. Besonders alarmierend: Seit 2023 werden Geldautomaten fast ausschliesslich mit Sprengstoff geknackt. Die jüngsten Festnahmen sind Teil einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen der Polizei Nordrhein-Westfalen, Europol, fedpol und weiteren Partnern.

«Grenzüberschreitende Operationen wie diese sind entscheidend»

Im Rahmen der sogenannten «Joint Action Days» wurde die mutmassliche Tätergruppe ins Visier genommen, die seit mindestens 2020 auch in der Schweiz aktiv ist.

Die Ermittlungen wurden von der Bundesanwaltschaft der Schweiz in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und dem Amsterdam District Public Prosecutor’s Office geführt. Unterstützung kam auch von Eurojust und der französischen Staatsanwaltschaft. «Grenzüberschreitende Operationen wie diese sind entscheidend, um das Phänomen der Geldautomatensprengungen effizient und langfristig zu bekämpfen», betont die Fedpol.


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