Darum gehts
- Inferno in Crans-Montana forderte rund 40 Todesopfer an Silvester
- Identifizierung erschwert durch starke Verbrennungen
- DNA-Analysen und Zahndaten sind oftmals notwendig
- Identifikation dauert mehrere Tage bis Wochen
Dutzende von Partygängern kamen beim Inferno in Crans-Montana VS ums Leben. Ausgelassene Neujahrsfeierlaune verwandelte sich in eine der schlimmsten Brandkatastrophen der jüngeren Geschichte.
Die Behörden sprechen von rund 40 Toten. Auf Intensivstationen wird um das Leben von weiteren Schwerverbrannten gekämpft.
Die Identifizierung der Leichen stellt die Forensiker vor grosse Herausforderungen. Wie bei ähnlichen Katastrophen üblich, sind die Opfer meist bis zur Unkenntlichkeit verkohlt.
Standardprozess bei Massenunfällen
Die Identifikation der Opfer von Crans-Montana läuft als strukturierter Massenaufgebot-Einsatz nach DVI-Standard – DVI, das bedeutet «Disaster Victim Identification», «Identifizierung von Katastrophenopfern». Das ist ein Prozess nach internationalen Standards bei Massenunfällen, zum Beispiel Flugzeugabstürzen oder Naturkatastrophen, mit Rechtsmedizinern vor Ort.
Viele Körper sind so stark verbrannt, dass eine normale Wiedererkennung nicht möglich ist. Die Behörden rechnen ausdrücklich mit mehreren Tagen, wenn nicht Wochen, bis alle Opfer eindeutig zugeordnet sind.
Der Einsatz wird von der Kantonspolizei Wallis und der Staatsanwaltschaft geleitet, unterstützt von forensischen Fachleuten verschiedener Universitätskliniken und Spitäler
Postmortale und antemortale Daten
Die Leichen werden nach der Bergung in ein geeignetes Spital bzw. eine zentrale Rechtsmedizin überführt, wo sie fotografiert, vermessen und geröntgt werden.
Forensische Zahnärztinnen und Zahnärzte erheben detaillierte Zahnstatusdaten. Viele Opfer haben schwere Verbrennungen, wodurch Gesicht, Fingerabdrücke und Oberflächenmerkmale unbrauchbar sind. Daher werden Zahnstatus und DNA zwingend nötig. Bei starker Verkohlung werden zusätzlich Knochenproben für DNA entnommen.
Neben postmortalen werden auch sogenannte antemortale Daten gesammelt und zusammengeführt, Angaben von Angehörigen und Gesundheitsdiensten. Angehörige werden nicht direkt zu den Leichen geführt, sondern geben strukturierte Informationen ab: Zahnarztkontakte, medizinische Unterlagen, Fotos, Beschreibung von Schmuck, Kleidern, Tattoos.
Schwierige Wartezeit
Jede Zuordnung muss doppelt gesichert und rechtlich absolut zweifelsfreii dokumentiert sein, bevor Familien offiziell informiert werden. Daher sprechen die Behörden von einem «mehrtägigen» Prozess.
Eine Helpline (0848 112 117) nimmt Hinweise von Zeugen und Angehörigen entgegen, um die Identifizierung zu beschleunigen. Die Walliser Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud versprach erhebliche Mittel dafür, doch Staatsratspräsident Matthias Reynard warnte vor der schwierigen Wartezeit.
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