Betrüger im Wallis stehlen über 300'000 Franken
Kriminelle lassen sich immer neue Maschen einfallen

Im Wallis wurden 2026 bereits über 100 Betrugsfälle registriert. Täter zielen auf Senioren ab, geben sich als Polizisten oder Techniker aus und erbeuten so über 300'000 Franken. Dabei ändern sie ihr Verhalten zunehmend.
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Betrüger nutzen das Vertrauen von älteren Menschen aus.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Im Wallis seit Januar über 100 Betrugsfälle, meist ältere Opfer betroffen
  • Schaden über 300'000 CHF, Täter geben sich als Behörden aus
  • Polizei rät: Keine PIN-Codes, Bankkarten oder persönliche Daten weitergeben
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Janine EnderliRedaktorin News

Seit Beginn des Jahres wurden im französischsprachigen Teil des Wallis mehr als 100 Betrugsfälle oder Betrugsversuche registriert.

Die Opfer sind überwiegend ältere Menschen, die über ihr Festnetztelefon kontaktiert werden, schreibt die Walliser Polizei in einer Medienmitteilung. Die Täter geben sich als Polizisten, Bankangestellte, Postboten, Techniker oder auch als Sozialarbeiter aus.

Sie schildern eine angeblich dringende Situation, um zu rechtfertigen, dass eine Person zu ihnen nach Hause geschickt wird. Vor Ort nehmen die Betrüger Bankkarten, Bargeld oder Schmuck an sich. Seit Beginn des Jahres beläuft sich der Schaden auf über 300'000 Franken.

Techniker, Diebstähle, erfundene Identitäten

Dank Opfern, die sofort die Polizei alarmiert haben, konnten kürzlich mehrere Täter festgenommen werden. Angesichts der erhöhten Wachsamkeit der Bevölkerung passen die Täter ihre Vorgehensweisen an und entwickeln immer neue Maschen, um das Misstrauen zu umgehen: angebliche Diebstähle in der Nachbarschaft, angeblich in Notizen von Kriminellen gefundene Identitäten oder vermeintlich verdächtige Banktransaktionen, die ein sofortiges Eingreifen erfordern.

Die Kantonspolizei Wallis erinnert daran, dass weder Polizisten noch Bankangestellte, Postboten oder Techniker jemals verlangen, Bankkarten, PIN-Codes, Geld oder Schmuck herauszugeben – weder am Telefon noch zu Hause.

Präventionstipps:

  • Gib niemals persönliche Informationen oder Bankdaten an Unbekannte weiter
  • Teile niemals deinen PIN-Code
  • Übergib niemals deine Bankkarte, dein Geld oder dein Schmuck
  • Ruf keine Nummer zurück, die dir bei einem verdächtigen Anruf oder per SMS mitgeteilt wird
  • Informiere dich und sensibilisiere ältere Menschen in deinem Umfeld
  • Im Zweifelsfall oder bei einem Betrugsversuch: Leg auf und kontaktiere sofort die Kantonspolizei unter 117
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