Alle Kinder werden getestet
Tuberkulosefall in Walliser Primarschulen

Ein Lehrer der Primarschulen von Saint-Maurice und Dorénaz wurde mit Lungentuberkulose diagnostiziert. Schüler und Lehrer mit engem Kontakt werden getestet. Die Lage wird überwacht, der Schulbetrieb läuft weiter.
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Alle Kinder werden jetzt getestet.
Foto: imago images/Agencia EFE

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lehrer in Saint-Maurice und Dorénaz mit Lungentuberkulose diagnostiziert, Behandlung läuft
  • Fünf Schulklassen betroffen, Kinder und Lehrer werden auf Infektion getestet
  • Tuberkulose übertragbar durch Luft, Risiko bei kurzem Kontakt gering
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Johannes HilligRedaktor News

Ein Lehrer der Primarschulen in Saint-Maurice und Dorénaz ist an Lungentuberkulose erkrankt. Der Mann befindet sich in ärztlicher Behandlung und hat den Unterricht bereits eingestellt.

Nach Angaben des Kantons laufen derzeit umfangreiche Massnahmen, um eine mögliche Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Die Walliser Lungenliga führt in Zusammenarbeit mit der kantonalen Einheit für übertragbare Krankheiten eine intensive Kontaktnachverfolgung durch.

Im Fokus stehen Kinder und Lehrpersonen, die regelmässigen und engen Kontakt mit dem betroffenen Lehrer hatten. Fünf Schulklassen aus beiden Standorten sind betroffen. Die Eltern der Kinder wurden bereits informiert, und in einem nächsten Schritt werden gezielte Tests durchgeführt, heisst es in einer Mitteilung. Der Test erfolgt mittels eines Bluttests, der Hinweise auf eine mögliche Exposition gegenüber dem Tuberkulose-Bakterium liefern kann. «Die Ergebnisse werden den Eltern innerhalb weniger Tage direkt mitgeteilt.», hiess es weiter.

Anhaltender Husten oder länger andauerndes Fieber

Bei einem positiven Befund erfolgt eine weiterführende medizinische Abklärung, um festzustellen, ob eine vorbeugende Behandlung notwendig ist. Auch Lehrpersonen, die engeren Kontakt hatten, werden getestet. Tuberkulose, eine durch die Luft übertragene Krankheit, birgt laut Experten des Kantons vor allem bei längerem und engem Kontakt ein erhöhtes Infektionsrisiko. «Das Übertragungsrisiko bei gelegentlichen oder kurzzeitigen Kontakten wird als gering eingeschätzt. Die Krankheit lässt sich wirksam behandeln.»

Symptome wie anhaltender Husten oder länger andauerndes Fieber sollten dennoch ernst genommen und ärztlich abgeklärt werden. Die getroffenen Massnahmen zielen darauf ab, eine weitere Ansteckung zu verhindern und den betroffenen Personen frühzeitig Hilfe anzubieten. Der Schulbetrieb läuft trotz der Situation normal weiter. 

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