Die Wetterstation La Creusaz im Wallis auf 1720 Metern Höhe hat am Freitag 235 Zentimeter Schnee gemessen. Seit 37 Jahren wurde nicht mehr so viel Schnee an einem 20. Februar festgestellt.
Diese Daten wurden von der Association suisse des risques naturels auf Facebook veröffentlicht. Die inoffizielle Seite wird ehrenamtlich geführt und stützt sich auf Daten, die vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) gesammelt wurden.
In den letzten Tagen stellten die Beobachter Rekordwerte an verschiedenen Schweizer Messstationen und insbesondere im Wallis, fest. Die starken Niederschläge dieser Woche haben nicht nur bei Skifahrern Interesse geweckt.
Lawinengefahr im Wallis ausgeprägt
Die Association hat etwa die sehr hohe Schneemenge an der Messstation Montana (VS) festgestellt. Diese erreichte am Freitag auf 1590 Metern Höhe 177 Zentimeter und lag damit nahe am Rekordwert. Innerhalb von sieben Tagen fielen an diesem Ort 134 Zentimeter Neuschnee.
Neben dem Neuschnee wurde auch die Lawinengefahr in den Alpen hervorgehoben. Diese war die ganze Woche über im Wallis ausgeprägt und erreichte in mehreren Regionen zeitweise die höchste Stufe fünf.
Die Region Salvan, insbesondere das Gebiet La Creusaz und das Skigebiet Les Marécottes, waren davon betroffen. Die Pisten wurden zeitweise gesperrt, ebenso jene von Crans-Montana. Am Freitag lag die Gefahr je nach Ort im Wallis zwischen «erheblich» und «gross».