Ausschreitungen in Lausanne nach Tod eines Teenagers
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«Die Polizei tötet»:Ausschreitungen in Lausanne nach Tod eines Teenagers

Nach Randale von Jugendlichen in Lausanne
Rechte wollen sich zu Gegen-Demo versammeln

Ein Aufruf zu einem «patriotischen» Flashmob in Lausanne sorgt für Unruhe. Nur Stunden nach Enthüllungen über 'systemischen Rassismus' bei der Polizei und trotz offizieller Aufrufe, Ruhe zu bewahren, plant eine Gruppe ein Treffen mit Schweizer Flaggen.
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Der Aufruf zu einem patriotischen Protest richtet sich gegen die Krawalle am Sonntagabend.
Foto: DR

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Patriotischer Flashmob in Lausanne geplant, trotz Aufruf zu Ruhe
  • Treffen um 20:30 Uhr nahe Place des Pionnières mit Schweizer Fahnen
  • Rassemblement romand patriote kürzlich wegen rassistischer WhatsApp-Nachrichten angeprangert
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Lucie Fehlbaum

Der Tod von Marvin M. sorgte in Lausanne für Empörung. Etwa hundert vermummte Jugendliche versammelten sich noch am Sonntag im Stadtteil Prélaz und randalierten. 

Sie warfen Feuerwerkskörper in Richtung Polizei, zündeten Abfallcontainer an und beschädigten einen Bus der Lausanner Verkehrsbetriebe (TL). Nun gibt es einen Aufruf, sich wieder zu versammeln. Nicht aber von den Jugendlichen, die sich gegen die Polizei richten, sondern offenbar von «Patrioten», die sich gegen die «Tiere des Lausanner Zoos» richtet. Ein Vokabular, das Rechtsgesinnte benutzen, um Menschen mit anderer Hautfarbe oder Herkunft zu diskriminieren. Der Anti-Mob will sich um 20.30 Uhr in der Nähe des Place des Pionnières treffen. Die Teilnehmer sollen Schweizer oder Waadtländer Fahnen mitbringen und erst zeigen, sobald sie ein Signal erhalten.

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Eine patriotische Versammlung?

Der Text könnte von der Rassemblement romand patriote stammen. Er bezieht sich auch auf den Angriff auf einen «jungen SVP-Politiker» im Zuge der Randale vom Sonntag. Es handelt sich um Thibault Schaller, einen Lausanner Gemeinderat. Dieser erklärt gegenüber Blick, dass er sich an den Ort des Geschehens begeben habe, um «ein Auge darauf zu werfen».

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Gleichzeitig bemüht sich die Stadt Lausanne darum, die Situation zu beruhigen. Sie wollen Deeskalation und Diskussion.

Das Rassemblement romand patriote, das die Veranstaltung organisieren könnte, wurde kürzlich wegen Entgleisungen auf Whatsapp angeprangert. Unter dem Deckmantel des Humors wurden dort antisemitische, islamfeindliche und sexistische Äusserungen sowie Gewaltverherrlichung verbreitet.

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