Werbespot des Einzelhändlers geht viral
Das Denner-Baby ist ein Zwilling – und sein Bruder spielt auch im Spot mit

Das Baby aus der Denner-Werbung verzückt zurzeit Hunderttausende. Doch wer ist der Knirps? Sicher ist: Es sind zwei – und der Bruder spielt auch im Spot mit.
Publiziert: 09.10.2021 um 11:05 Uhr
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Aktualisiert: 30.06.2022 um 16:40 Uhr
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Ralph Donghi

Ein Werbespot trifft derzeit die Herzen vieler Menschen: Ein Baby greift in seinem Bettchen nach dem Schoppen. Als es sieht, dass er leer ist, seufzt es schwer. Es klettert übers Bettgeländer und spaziert, begleitet vom Lied «Downtown» (1964) von Petula Clark, zum Kühlschrank. Doch auch dort hat es keine Milch mehr.

Da läuft der Kleine in Windeln, einem Shirt und Söckchen in die nächste Denner-Filiale. Jetzt ist klar, für welchen Einzelhändler der Spot wirbt.

Alleine auf «YouTube» wurde der Spot schon weit über 750’000 Mal angeschaut. In den Kommentaren finden die meisten Leute den Spot «süss». Nur vereinzelt kommt Kritik auf, dass Denner mit einem Baby wirbt.

Spot wurde in Kantonen Zürich und St. Gallen gedreht

Doch wer ist der Bub? Und wie entstand der Film? «Das Casting lief über die beauftragte Agentur beziehungsweise die Filmproduktion und den Regisseur», sagt Rémy Müller, Leiter Marketing-Kommunikation der Denner AG, zu Blick. «Seitens Denner gab es bezüglich der kleinen Darsteller keine Vorgaben, ausser, dass sie schon selbstständig laufen können, was wichtig war für die Idee des Spots.»

Im Spot kommt nicht nur ein Bub, sondern abwechselnd auch ein zweiter vor – sein Zwillingsbruder. Woher die Knirpse kommen und wer seine Eltern sind, möchte Denner zum Schutz ihrer Privatsphäre nicht sagen. Nur so viel: «Zum Zeitpunkt des Drehs waren die Jungs einjährig», so Müller.

«Gage» bleibt geheim

Der Spot wurde im Sommer in den Kantonen Zürich und St. Gallen gedreht. Was er gekostet hat und wie gross die «Gage» für die Zwillinge beziehungsweise für deren Eltern war, bleibt geheim.

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Wie liefen die Dreharbeiten? «Bei einem Dreh mit Kleinkindern helfen keine Regieanweisungen», erklärt Müller. Man sei voll und ganz dem Goodwill der kleinen Akteure ausgeliefert. «Der Dreh war nur möglich, solange die Jungs ihren Spass und Lust auf die Dreharbeiten hatten.» Da dies bei Darstellern in diesem Alter rasch ändern könne, habe man für diesen Spot auch etwas mehr Zeit einrechnen müssen.

Eltern sind «stolz auf ihre Jungs»

Warum Zwillinge? «Weil die Chance doppelt so hoch ist, die gewünschte Aktion oder Reaktion mit der Kamera einzufangen», sagt Müller. Zudem könne die Regie die Einsätze abwechseln, was auch für die jungen Schauspieler angenehmer sei.

Zu den negativen Reaktionen im Netz sagt Müller: «Die Bedenken sind unbegründet. Bei einem Dreh mit Kleinkindern wird mit grösster Sorgfalt vorgegangen.» Alle Szenen im Film seien aus «freiem Willen» entstanden und seien nicht forciert worden.

Wie sorgfältig vorgegangen wurde, zeigt dies: Bei der letzten Szene mit dem Papiersack gab es eine Computer-Animation. «Er ist selbst gelaufen, hat aber etwas Leichtes getragen», erklärt Müller. «Die Tragtasche wurde später eingefügt.» Es sei die einzige Szene im Spot, die nachträglich bearbeitet wurde.

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