Wenn du besser lernen willst
Darum solltest du ein Nickerchen nach dem Mittag machen

Laut der Universität Genf helfen bereits 45 Minuten, um die Synapsen im Gehirn zu aktivieren. Forscher empfehlen das besonders für Berufe mit hoher geistiger Belastung.
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Eine Studie der Universität Genf zeigt, dass bereits 45 Minuten Schlaf die Synapsen im Gehirn neu aktivieren.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Studie zeigt: Mittagsschlaf verbessert Lernfähigkeit, veröffentlicht 2026 in «Neuriomage»
  • Synaptische Aktivität reduziert, Gehirn bildet neue Verbindungen nach Nickerchen besser
  • Untersuchung mit 20 Erwachsenen, Mittagsschlaf durchschnittlich 45 Minuten analysiert
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Ein Mittagsschlaf kann die Lernfähigkeit des Gehirns verbessern. Das zeigt eine neue Studie. Demnach reicht bereits ein kurzes Nickerchen, um Verbindungen zwischen Nervenzellen für neue Informationen zu öffnen.

Die Studie der Universität, der Universitätsspitäler Genf und des Universitätsklinikums Freiburg wurde am Donnerstag in der Fachzeitschrift «Neuriomage» veröffentlicht.

«Synaptischer Reset»

Tagsüber verstärken sich durch die Verarbeitung von Eindrücken die Verbindungen zwischen den Nervenzellen, den Synapsen. Das führt zu einer Sättigung, die die Lernfähigkeit mindert. Schlaf reguliert diese Aktivität wieder herunter. «Dieser ‹synaptische Reset› setzt bereits nach einem Mittagsschlaf ein», wurde Studienleiter Christoph Nissen in einer Mitteilung der beteiligten Institutionen zitiert. Er ist heute Direktor des Zentrums für Schlafmedizin der Universitätsspitäler in Genf und Professor an der Universität Genf. Früher war er am Universitätsklinikum in Freiburg tätig.

Nach dem Nickerchen war die synaptische Aktivität reduziert

Für die Untersuchung beobachteten die Forscherinnen und Forscher 20 gesunde junge Erwachsene. An zwei Nachmittagen machten sie entweder einen Mittagsschlaf von durchschnittlich 45 Minuten oder blieben wach. Mittels nicht-invasiver Verfahren wie EEG-Messungen zog das Team Rückschlüsse auf die Stärke der Synapsen.

Nach dem Nickerchen war die synaptische Aktivität im Gehirn reduziert. Gleichzeitig war die Fähigkeit, neue Verbindungen zu bilden, deutlich verbessert. Das Gehirn war somit besser auf neue Lerninhalte vorbereitet als nach einer gleich langen Wachphase.

Die Erkenntnisse könnten laut den Forschenden gezielt genutzt werden, um die Leistungsfähigkeit in Berufen mit hoher geistiger Anforderung zu erhalten. Sie betonen jedoch, dass bei chronischen Schlafstörungen eine Verhaltenstherapie sinnvoller sei als Schlafmittel, da diese die natürlichen Erholungsprozesse stören könnten.

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