Wegen geringer Schneefälle
Betriebe in Bündner Skigebieten beantragen Kurzarbeit

Die Unternehmen sehen sich aufgrund der geringen Schneefälle zu diesem Schritt gezwungen. Insgesamt sind sechs Skibetriebe im Kanton Graubünden von der Massnahme betroffen.
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Aufgrund des Schneemangels konnten mehrere Skigebiete in Graubünden nur einen Teil ihrer Pisten öffnen. (Archivbild)
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Aufgrund der geringen Schneefälle haben im Dezember sechs Unternehmen aus der Tourismusbranche beim Kanton Graubünden Kurzarbeitsentschädigung beantragt. Es handelt sich hauptsächlich um Gastronomiebetriebe auf Skipisten im Raum Mittelbünden und in der Surselva.

«Insgesamt wären etwa 100 Arbeitnehmer betroffen», sagte der Leiter des kantonalen Amtes, Gian Reto Caduff, und bestätigte gegenüber Keystone-SDA eine Meldung von RSI. Die Anträge der sechs Unternehmen wurden fristgerecht bis 5. Januar eingereicht.

In der vergangenen Wintersaison beantragte im Kanton Graubünden kein Unternehmen Kurzarbeit aufgrund wetterbedingter Kundenausfälle. «Letztmals eine grössere Anzahl als in diesem Jahr verzeichneten wir im Dezember 2022 mit 13 bewilligten Voranmeldungen sowie Anfang 2023», fuhr Caduff fort.

Viele Pisten geschlossen

Ein Blick auf die Websites der Skiliftanlagen in der Surselva und in Mittelbünden zeigt, dass mehrere Pisten aufgrund von Schneemangel geschlossen blieben. In Flims Laax Falera sind nur 107 von insgesamt 216 Pistenkilometern geöffnet. In Obersaxen Mundaun können 12 von 45 Pisten befahren werden.

In Savognin können Wintersportler auf einem Dutzend Pisten Ski fahren, obwohl das Skigebiet insgesamt 25 Pisten umfasst. Die Seilbahn Brambrüesch oberhalb von Chur hat die Eröffnung um fast einen Monat verschoben und die Anlagen erst am 13. Januar in Betrieb genommen.

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