Untersuchung zeigt
Heikle Herkunft von Benin-Objekten in Schweizer Museen

Die Schweizer Museen besitzen rund 100 Objekte, die aus dem ehemaligen Königreich Benin im heutigen Nigeria stammen: Die Hälfte davon lässt sich mit dem Raubzug der britischen Kolonialarmee im Jahr 1897 in Verbindung bringen, wie eine Untersuchung zeigt.
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Eine Gürtelmaske, die 1897 von der britischen Armee im Königspalat in Benin City geplündert wurde.
Foto: Museum Rietberg

Etwas mehr als die Hälfte der ausgestellten Objekte wurden entweder geplündert (22 Prozent) oder wahrscheinlich geplündert (34 Prozent), wie es in der am Donnerstag präsentierten Untersuchung heisst.

Bei 16 Prozent der Ausstellungsstücke gilt ein Zusammenhang mit den Plünderungen als unwahrscheinlich. Bei 28 Prozent kann dies klar ausgeschlossen werden - etwa, weil sie erst im 20. Jahrhundert hergestellt wurden.

Unter der Leitung des Museums Rietberg in Zürich schlossen sich acht Museen von Genf über Basel bis nach St. Gallen zur Benin Initiative Schweiz (BIS) zusammen, um die Herkunft ihrer Bestände aus dem historischen Königreich zu erforschen.

Forderungen nach Rückgaben der Objekte gibt es bislang keine. Die Museen streben dennoch eine Kooperation mit nigerianischen Vertretern an.

(SDA)

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