Blut nicht untersucht
Freispruch für Tessiner Polizisten nach Gobbi-Kontrolle

Die beiden Tessiner Polizisten, die vor dem Strafgericht in Bellinzona wegen Behinderung der Strafverfolgung nach einer Kontrolle von Staatsrat Norman Gobbi angeklagt waren, sind freigesprochen worden. Das Urteil wurde am späten Mittwochnachmittag verkündet.
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Der Tessiner Staatsrat Norman Gobbi, Politiker der Lega. (Archivbild)
Foto: Samuel Golay

Darum gehts

  • Freispruch für zwei Männer nach Autobahn-A2-Unfall mit Gobbi
  • Die Angeklagten handelten nicht vorsätzlich, laut Strafgericht Bellinzona
  • Staatsanwalt forderte 30 Tagessätze Geldstrafe, bedingt für zwei Jahre
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Die beiden Männer wurden von der Staatsanwaltschaft beschuldigt, das Gesetz missachtet zu haben, indem sie Staatsrat Gobbi nach einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A2 am 14. November 2023 keine Blutprobe entnahmen. Staatsanwalt Andrea Pagani hatte für sie 30 Tagessätze Geldstrafe gefordert, die für zwei Jahre bedingt ausgesetzt wurden.

Die Präsidentin des Strafgerichts von Bellinzona, Elettra Bernasconi Matti, sprach hingegen einen Freispruch aus. Sie war der Ansicht, dass die beiden 40- und 47-jährigen Angeklagten möglicherweise einen Fehler begangen hätten, als sie eine Blutuntersuchung unterliessen. Sie hätten aber nicht vorsätzlich gehandelt. 

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