Seit 2001 steigen in der Schweiz die Fallzahlen der Legionärskrankheit an. Besonders betroffen sind ältere Männer, wie aus einem Ende Januar veröffentlichten Lagebericht des Bundesamtes für Gesundheit hervorgeht.
Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat bei Kontrollen öffentlicher Duschen im Jahr 2025 massive Belastungen durch Legionellen festgestellt. In einem Alters- und Pflegeheim seien mehrere Bewohnerinnen und Bewohner sowie eine Mitarbeiterin erkrankt, teilte das Laboratorium am Freitag mit.
Seit 1998 besteht eine Meldepflicht für positive Befunde von Legionellen. In seinem Lagebericht zur Legionärskrankheit stellt das Bundesamt für Gesundheit einen Anstieg der gemeldeten Krankheitsfälle fest.
Seit 2020 ist die Anzahl der gemeldeten Fälle auf 574 im Jahr 2023 angestiegen und 2024 auf 491 abgesunken. Das entspricht gemäss Bericht einer Rate von 5,5 Erkrankungen pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner. Mit einer Rate von 13,9 Fällen ist das Tessin besonders betroffen.
Wie steckt man sich an?
Legionellen kommen in vielen wässrigen wie feuchten Umgebungen vor. Speziell gefällt es den Bakterien in Wassersystemen, die unbewegt bleiben und deren Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad liegen. So schreibt es das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf seiner Website.
Solche Umstände bilden sich in Wasserleitungen, Duschköpfen, Kühlungsanlagen oder Whirlpools. Tatsächlich erfolgt keine Ansteckung über den Magen, sondern mehrheitlich über das Einatmen von kontaminierten Wassertröpfchen. Unsere Magensäure kann die gefährlichen Bakterien abtöten.
Legionella-Bakterien lösen in erster Linie Atemwegserkrankungen aus.