Teenager belästigt Mädchen, droht Lehrer abzustechen und schaut IS-Videos
Maksim T. (17) ist der gefährlichste Schüler von Schaffhausen

Maksim T.* (17) macht in Schaffhausen Angst. Erst letzte Woche löste der Schüler einen Polizeieinsatz aus – weil er zur Schule ging. Obwohl schon viele Zeitungsartikel über den Teenager erschienen sind, hat er sich nie selber dazu geäussert. Bis jetzt!
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Der 17-jährige Maksim T.* sieht aus, als könnte er kein Wässerchen trüben – terrorisiert seine Schule aber seit Monaten.
Foto: zVg
Michael Sahli und Marco Latzer

Schüler Maksim T.* (17) aus Schaffhausen ist der Schrecken seiner Lehrer und Klassenkameraden. Mehrmals musste die Polizei wegen des Burschen aus Mazedonien ausrücken – zuletzt kam es am vergangenen Donnerstag zu einem Polizeieinsatz auf dem Pausenplatz.

Obwohl der Teenager vom regulären Schulbetrieb ausgeschlossen wurde und Hausverbot kassierte, pöbelte er auf dem Pausenplatz herum. «Alle mussten sich in der Schule verbunkern, wie bei einem Anschlag», ärgert sich SVP-Grossrat Edgar Zehnder (53). Der Politiker hat zum Fall einen Vorstoss eingereicht und will Maksim T. so «von der Schule fernhalten». 

Er drohte «Lehrer abzustechen»

Die Situation rund um den Problemschüler eskalierte laut «Weltwoche» nach den letzten Herbstferien. Der Schüler der dritten Oberstufe des Bachschulhauses habe «oftmals aggressiv reagiert, vor allem gegenüber Mädchen». Den Lehrern habe er gedroht, «sie abzustechen», wird aus Protokollen des Stadtschulrats zitiert. Ein Elterngespräch habe unter Polizeischutz stattfinden müssen. Dazu kommt: Der Schüler konsumiere IS-Propaganda – und habe sich möglicherweise radikalisiert.

Im BLICK spricht der Schulschreck jetzt zum ersten Mal. «Ich bin gerade aufgestanden», sagt er verschlafen morgens um 11 Uhr und gähnt. Eigentlich müsste T. um diese Zeit eine Sonderklasse besuchen, hat dazu aber «keine Lust», wie er sagt. Seine Mutter steht währenddessen neben ihm – und weint. «Ich verstehe nicht, warum alle auf meinen Sohn losgehen», schluchzt sie in gebrochenem Deutsch. 

Maksim T. sieht das Problem bei der Schule

Für den Teenager sind die Schuldigen an der Situation klar: «Ich wurde von den Lehrern und den Schülern gemobbt, als ‹Scheiss-Muslim› betitelt.» Irgendwann sei ihm dann eben der Kragen geplatzt, erklärt er seine gewalttätigen Ausbrüche. Und: Seine Lehrer seien allesamt «Rassisten», hätten Sprüche gemacht, als er beten wollte. SVP-Grossrat Edgar Zehnder habe ein persönliches Problem mit ihm: «Seine Tochter wollte etwas von mir, ich habe sie aber abblitzen lassen.» Auch der Islamismus-Vorwurf sei an den Haaren herbeigezogen: «Klar bete ich. Ich will eben ein besserer Mensch werden.»

Auf den Polizeieinsatz von letzter Woche angesprochen, muss das vermeintliche Unschuldslamm lachen: «Ich bin nur am Schulhaus vorbeigegangen, da kam auch schon die Polizei angerast.» Mit der Schule abgeschlossen hat Maksim T. übrigens noch nicht: «Ich will die dritte Sek nachholen!»

Das wiederum will SVP-Mann Zehnder «mit allen Mitteln» verhindern. Auch bei seiner Tochter hat er mittlerweile nachgefragt: «Sie wollte nie etwas von ihm, da lege ich Wert darauf.» Mit dem Schrecken von Schaffhausen will offensichtlich niemand mehr etwas zu tun haben. 

*Name geändert

«Er hat klare Grenzen überschritten!»

Maksim T.* (17) sieht sich selbst als Mobbing-Opfer. Sein Vorwurf: Die Lehrer hatten ein Problem mit seiner Religion. «Das ist seine Wahrnehmung. Ich will das nicht kommentieren. Nur so viel: Unsere Lehrer sind Profis – und sicher keine Rassisten!», sagt die Stadtschaffhauser Schulpräsidentin Katrin Huber zu BLICK. Gebete seien im Unterrichtsbetrieb grundsätzlich erlaubt, solange sie den Unterricht nicht behindern.

Im aktuellen Fall finde sie es gut, dass der junge Mann nun einmal selbst zu Wort komme, so Huber. Bislang redeten im Fall Maksim T. vor allem Behörden und Politiker. Die Vorwürfe gegen den «Problemschüler» sind happig: Der Mazedonier soll Lehrer mit Messern bedroht, Mädchen betatscht und gar Radikalisierungstendenzen gezeigt haben.

«Er hat klare Grenzen überschritten. Das ist unentschuldbar!», sagt Katrin Huber. Als Folge daraus wurde der Problemschüler aus seiner Klasse entfernt. In den nächsten Wochen beendet T. seine obligatorische Schulzeit in einer sogenannten «Time-out»-Klasse. Schon viel länger als seine Auszeit-Gspänli sitzt Besir in diesem Spezialunterricht für maximal acht Schüler. Ziel: Nicht mehr tragbaren Schüler die Gelegenheit geben, um einmal «durchzulüften». Auch der Umgang mit Aggressionen ist ein grosses Thema.

Maksim T. wird zusätzlich auch in einem privaten Sondersetting unterrichtet. 15 Lektionen sind es pro Woche. «Das ist aussergewöhnlich», betont Huber. Nachdem der Schüler schon lange keine Regelklasse mehr besuchen konnte, musste eine Speziallösung gefunden werden. Für Huber ist klar: «Eine Rückkehr in die ehemalige Klasse ist undenkbar. Das würde zu hohe Wellen werfen!» Was passiert nach den Sommerferien? Maksim T. will die dritte Sek wiederholen. Zumindest in der Theorie scheint das möglich zu sein. Er müsste dafür ein entsprechendes Gesuch beim Schulrat stellen. 

*Name geändert

Maksim T.* (17) sieht sich selbst als Mobbing-Opfer. Sein Vorwurf: Die Lehrer hatten ein Problem mit seiner Religion. «Das ist seine Wahrnehmung. Ich will das nicht kommentieren. Nur so viel: Unsere Lehrer sind Profis – und sicher keine Rassisten!», sagt die Stadtschaffhauser Schulpräsidentin Katrin Huber zu BLICK. Gebete seien im Unterrichtsbetrieb grundsätzlich erlaubt, solange sie den Unterricht nicht behindern.

Im aktuellen Fall finde sie es gut, dass der junge Mann nun einmal selbst zu Wort komme, so Huber. Bislang redeten im Fall Maksim T. vor allem Behörden und Politiker. Die Vorwürfe gegen den «Problemschüler» sind happig: Der Mazedonier soll Lehrer mit Messern bedroht, Mädchen betatscht und gar Radikalisierungstendenzen gezeigt haben.

«Er hat klare Grenzen überschritten. Das ist unentschuldbar!», sagt Katrin Huber. Als Folge daraus wurde der Problemschüler aus seiner Klasse entfernt. In den nächsten Wochen beendet T. seine obligatorische Schulzeit in einer sogenannten «Time-out»-Klasse. Schon viel länger als seine Auszeit-Gspänli sitzt Besir in diesem Spezialunterricht für maximal acht Schüler. Ziel: Nicht mehr tragbaren Schüler die Gelegenheit geben, um einmal «durchzulüften». Auch der Umgang mit Aggressionen ist ein grosses Thema.

Maksim T. wird zusätzlich auch in einem privaten Sondersetting unterrichtet. 15 Lektionen sind es pro Woche. «Das ist aussergewöhnlich», betont Huber. Nachdem der Schüler schon lange keine Regelklasse mehr besuchen konnte, musste eine Speziallösung gefunden werden. Für Huber ist klar: «Eine Rückkehr in die ehemalige Klasse ist undenkbar. Das würde zu hohe Wellen werfen!» Was passiert nach den Sommerferien? Maksim T. will die dritte Sek wiederholen. Zumindest in der Theorie scheint das möglich zu sein. Er müsste dafür ein entsprechendes Gesuch beim Schulrat stellen. 

*Name geändert

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