Hier wird der verletzte Schweizer abtransportiert
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Hai-Attacke in Australien:Hier wird der verletzte Schweizer abtransportiert

Schweizer Paar in Australien
Hai beisst junge Frau tot – Mann schwer verletzt

Im Osten Australiens ist eine junge Frau bei einer Haiattacke ums Leben gekommen. Ihr Partner überlebt schwer verletzt. Bei den Opfern handelt es sich um Schweizer Staatsangehörige.
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Im Osten Australiens ist eine junge Frau nach einem Haiangriff verstorben.
Foto: KEYSTONE/AP New Zealand Herald

Beim morgendlichen Schwimmen in der Crowdy Bay im gleichnamigen Nationalpark im Osten Australiens wurden zwei Personen von einem Hai attackiert. Die junge Frau überlebte den Angriff nicht und verstarb noch vor Ort. Ihr Partner wurde schwer verletzt ins Spital geflogen. Das Spital sagt auf Anfrage, dass der eingelieferte Patient stabil sei.

Die schreckliche Attacke ereignete sich, wie mehrere australische Medien berichten, am Donnerstag gegen 6.30 Uhr. Gemäss dem TV-Sender 9 News handelt es sich bei den beiden Opfern um ein Paar aus der Schweiz. Beide sollen um die Mitte 20 sein.

Die Grafik zeigt den Ort der Haiattacke.

Das Eidgenössische Amt für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigt auf Anfrage, dass es sich bei den beiden Personen um eine Schweizerin und um einen Schweizer handelt. «Eine Schweizer Staatsangehörige kam dabei ums Leben, ein Schweizer Staatsangehöriger wurde verletzt. Das Schweizerische Generalkonsulat in Sydney steht in Kontakt mit den lokalen Behörden und unterstützt die Angehörigen im Rahmen des konsularischen Schutzes», schreibt das EDA.

Reisende am Mittwoch angekommen

Mehrere anwesende Personen versuchten, die beiden zu retten, während sie auf das Eintreffen der Rettungskräfte warteten. Einer der Passanten wickelte Badehosen um das Bein des verletzten Mannes, heisst es. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät, sie verstarb noch am Unfallort.

Nach aktuellem Kenntnisstand der Behörden sollen die Reisenden aus der Schweiz erst am Mittwoch auf einem nahegelegenen Campingplatz angekommen sein.

Augenzeuge äussert sich

Dem «Daily Telegraph» sagte Augenzeuge Robert Cunningham, dass zum Zeitpunkt der Haiattacke Ebbe geherrscht habe. «Etwa zehn Meter draussen ist eine flache Stelle.» Offenbar handelt es sich dabei um eine Sandbank. Erst dahinter habe es Wellen gegeben. «Sie müssen also hinausgewatet sein.» Cunningham glaubt, Wale hätten die Haie zunächst angelockt. Berichten zufolge gab es auch grosse Fischschwärme in der Nähe.

Schwammen mit Delfinen – dann kam der Hai

Die australische Polizei lobt das beherzte Eingreifen der anwesenden Personen. Der leitende Inspektor, Timothy Bayly, sagte, das Paar sei an einem unbewachten Strand schwimmen gegangen, als sich der Vorfall ereignete. Der Strand wurde daraufhin gesperrt.

Wie eine Quelle aus Regierungskreisen zu «Skynews» sagt, soll das Paar mit Delfinen schwimmen gewesen sein, als sie angegriffen wurden. Bei dem Tier soll es sich um einen drei Meter langen Bullenhai handeln. Diese Haie gelten als besonders gefährlich und sind als aggressiv bekannt. Ausserdem halten sie sich auch in flacherem Gewässer auf. Zur genauen Identifizierung der Haiart werden Drohnen eingesetzt, heisst es.

Ein Meeresbiologe sagte dem australischen «Guardian», es sei selten, dass ein Hai mehr als eine Person angreife – jedoch komme dies vor, wenn die Tiere auf der Jagd seien und Konkurrenten fernhalten wollten.

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