Rumänischer Dieb (23) massakrierte Alkoholikerin in Graz – auch im Kreis 4 soll er getötet haben
Brutalo-Killer war schon vor Tat in Zürich polizeibekannt!

Es war eine Tat wie im Wahn. 140 Mal sticht ein 23-jähriger Rumäne mit einer Schere auf eine Frau in Graz ein. Zuvor soll der Mann bereits in Zürich ein Opfer umgebracht haben. In der Schweiz ist er wegen mehrfachem Diebstahl bereits vorbestraft.
Publiziert: 21.02.2022 um 18:46 Uhr
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Aktualisiert: 23.02.2022 um 14:28 Uhr
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Schauplatz einer Bluttat: In diesem Wohnblock in Graz soll ein 23-jähriger Rumäne eine Österreicherin auf bestialische Weise getötet haben.
Marco Latzer

Brutaler kann ein Verbrechen kaum sein: 140 Mal sticht ein Rumäne im österreichischen Graz mit einer Schere am Abend des 6. Februar auf eine Frau (†41) ein. Die mit Alkoholproblemen kämpfende Mutter eines kleinen Buben hat keine Chance und kommt in dem Blutbad in ihrer eigenen Einzimmerwohnung ums Leben. Danach legt der Osteuropäer ein Feuer und zieht von dannen.

Die als Tatwaffe verwendete Schere entsorgt der zumindest in diesem Fall geständige Tatverdächtige in einem Müllcontainer vor dem Wohnblock. Bei der Wahnsinnstat handelt es sich um eine fatale Zufallsbekanntschaft, wie österreichische Medien berichten. Das in chaotischen Verhältnissen lebende Opfer dürfte den späteren Täter am nahen Grazer Hauptbahnhof kennengelernt und um eine Zigarette gebeten haben.

Täter gibt Hass als Motiv an

Vor der Zerstümmelung der bei ihrem Auffinden nur leicht bekleideten Frau soll es zu einvernehmlichen sexuellen Handlungen gekommen sein. Das Tatmotiv: Hass auf die Ex! Der Rumäne soll sich urplötzlich an seine ehemalige Partnerin erinnert gefühlt haben, die ihn angeblich ausgenutzt und betrogen haben soll.

Schon am Tag nach dem Leichenfund gelingt den österreichischen Behörden die Festnahme des Verdächtigen. Kurz darauf herrscht auch in der Stadt Zürich Grossalarm. Am Abend des 11. Februar – also fünf Tage nach der Tat in der Steiermark – wird im Kreis 4 ebenfalls eine Frauenleiche gefunden (Blick berichtete). Das Opfer, eine Schweizerin (†54), dürfte deutlich mehr als eine Woche lang tot und unentdeckt in der eigenen Wohnung gelegen haben.

Offene Fragen im Zürcher Tötungsdelikt

Details zu den Ereignissen in der Schweiz gibt die Zürcher Staatsanwaltschaft auch auf Nachfrage nicht bekannt. In einer Medienmitteilung macht sie aber klar: Auch bei diesem Tötungsdelikt ist ein- und derselbe Rumäne dringend tatverdächtig! Wie Blick erfährt, soll er sich vor der Tat bei einem nahen Angehörigen in Zürich aufgehalten und sich in der Limmatstadt vergeblich um einen Job bemüht haben. Über einen festen Wohnsitz verfügt der Mann weder in Österreich noch in der Schweiz.

Trotzdem hat er hierzulande im wahrsten Sinne des Wortes schon Spuren hinterlassen: «Gegen den 23-jährigen Rumänen hat die Zürcher Staatsanwaltschaft verschiedene Verfahren geführt, insbesondere wegen mehrerer Diebstähle im Kanton Zürich», bestätigt Erich Wenzinger, Mediensprecher der Zürcher Staatsanwaltschaft, gegenüber Blick. Wegen Gewaltdelikten sei er bislang aber nicht bekannt gewesen.

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Einbrecher und Diebe werden in Verbrecherdatenbank gespeichert

Das Spurenbild dürfte in den beiden Tötungsdelikten eine wichtige Rolle spielen. Denn Diebe und Einbrecher werden erkennungsdienstlich erfasst, deren Fingerabdrücke und DNA in der Polizei-Datenbank Eurodac abgespeichert. Darauf hatten auch die österreichischen Strafverfolgungsbehörden Zugriff, die den Rumänen nur einen Tag nach der Tat festnehmen konnten.

Klar ist: Während der polizeibekannte Rumäne im Fall von Graz geständig ist, stehen die Vernehmungen zu den Ereignissen in Zürich erst noch aus. Von speziellem Interesse ist in diesem Zusammenhang auch das Feuer, das der Rumäne nach seiner Tat in Österreich gelegt hat. Dieses erlosch zwar von selbst, brachte aber tags darauf einen Nachbarn auf den Plan, der einen Rauchgeruch wahrgenommen hatte – und so auf die Frauenleiche stiess.

Brandstiftung wirft weitere Fragen auf

In seinem (Teil-)Geständnis hat der Tatverdächtige angegeben, den Brand gelegt zu haben, um selbst aus dem Leben zu scheiden. Bloss sei der Rauch so unangenehm gewesen, dass er schliesslich die Wohnung verlassen habe. Dem steht nun allerdings das Gerücht aus österreichischen Polizeikreisen gegenüber, dass der Mann laut Schweizer Kollegen auch schon in Zürich ein Feuer gelegt haben könnte. Die Staatsanwaltschaft Zürich wollte dazu keine Stellung nehmen.

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