Pass wieder offen
Velo- und Töff-Fahrer stürmen den Gotthard

Für den Gotthardpass endet die Wintersperre wie geplant am Mittwoch. Rechtzeitig zum Auffahrtsverkehr kann der Pass wieder befahren werden. Die Schlange vor der Abschrankung war riesig, die Freude umso grösser.
Publiziert: 20.05.2020 um 14:45 Uhr
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Aktualisiert: 20.05.2020 um 17:54 Uhr
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Am Mittwoch um 11 Uhr wurde der Gotthardpass wieder geöffnet.

Ab ins Tessin! Am Mittwoch um 11 Uhr wurde der Gotthardpass wieder geöffnet. Die Wintersperre endet damit wie geplant für den 2108 Meter hohen Pass. Pünktlich zur Auffahrt kann man nun also wieder unbeschwert über den Gotthard ins Tessin fahren.

Ungeduldig warteten zahlreiche Töff-, Velo- und Autofahrer am Mittwochmorgen vor der Abschrankung, um die Öffnung des Gotthards live mitzuerleben – ob für ein Ausfährtchen, der schönen Aussicht wegen oder um ins Tessin zu gelangen.

Früher geöffnet als im Vorjahr

Christoph Aregger, Abteilungsleiter Betrieb beim Amt für Betrieb Nationalstrassen, freut sich, dass der Gotthard pünktlich öffnen konnte. 2019 wurde der Pass zwischen Uri und dem Tessin nämlich erst am 7. Juni auf Pfingsten wieder in Betrieb genommen.

Da sich der Verkehr in der letzten Zeit auch im Gotthardtunnel in Grenzen gehalten habe, rechne er auch künftig auf dem Pass nicht mit einem übermässigen Ansturm.

Welche Pässe sind ebenfalls befahrbar?

Von den Urner Pässen sind bereits der Klausenpass (1948 m ü. M.) und der Oberalppass (2044 m ü. M.) ebenfalls geöffnet. Der Sustenpass (2224 m ü. M.) und der Furkapass (2431 m ü. M.) sind teilweise befahrbar. Ganz offen dürfte der Furkapass spätestens am 10. Juni sein. Der Sustenpass wird voraussichtlich ab 26. Juni durchgehend befahrbar sein.

Auch der Simplonpass im Wallis, der nach Italien führt, ist von der Wintersperre befreit. Die Öffnung des Nufenenpasses vom Goms VS ins Tessin ist für den 5. Juni geplant.

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Im Kanton Graubünden sind neben dem Oberalp die Pässe Albula und Flüela wieder offen. Auch der Splügenpass ist nicht mehr zu, aber nur bis zur Landesgrenze zu Italien. Nach wie vor geschlossen sind die Forcola di Livigno sowie der Umbrailpass, die beide von Graubünden nach Italien führen. (dzc)

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