Palliativmedizin
Auch in der Stadt Zürich soll es ein Kinderhospiz geben

Das Kinderhospiz Flamingo in Fällanden soll nicht die einzige Einrichtung für die palliative Pflege von Kindern und Jugendlichen im Kanton Zürich bleiben. Auch in der Stadt Zürich soll ein solches Hospiz aufgebaut werden, fordern Bürgerliche.
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Das Kinderhospiz Flamingo in Fällanden nimmt im Januar seinen Betrieb auf. Auch in der Stadt Zürich soll eine solche Einrichtung entstehen, fordern Gemeinderatsmitglieder der FDP.
Foto: Kinderhospiz Flamingo
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

In Kürze geht das Kinderhospiz Flamingo in Fällanden in Betrieb, das junge Patientinnen und Patienten zusammen mit ihren Familien aufnimmt. Ziel ist es, die pflegenden Angehörigen für eine gewisse Zeit zu entlasten. Die Familien können dort pro Jahr bis zu 28 Tage eine Auszeit nehmen, jeweils bis zu zwei Wochen am Stück.

Kinder und Jugendliche verbringen im Flamingo aber auch ihre letzten Tage würdevoll und zusammen mit ihrer Familie. Bis zu acht Patienten werden von einem fast 20-köpfigen Pflegeteam betreut. Psychologinnen und Psychologen und bei Bedarf auch Seelsorger stehen den Eltern bei, wenn das Leben ihres Kindes zu Ende geht.

FDP-Gemeinderatsmitglieder der Stadt Zürich haben ein Postulat eingereicht, das nun auch in Zürich ein Kinderhospiz fordert. Es gebe einen anerkannten Bedarf für solch aussergewöhnliche Einrichtungen, schreiben sie in ihrem Vorstoss. Das Stadtparlament wird sich in einer der kommenden Sitzungen mit dem Thema befassen.

Gemäss einer Studie gibt es in der Schweiz rund 5000 Kinder bis 18 Jahre, die unheilbar krank sind und palliative Pflege brauchen. Neben dem Flamingo in Fällanden gibt es in der Schweiz jedoch erst ein anderes Kinderhospiz, das Allani in Bern. Auch dieses bietet Platz für acht Kinder und Jugendliche und ihre Familien.

Anders als in anderen europäischen Ländern gibt es in der Schweiz keine gesetzlichen Tarife für Hospize, öffentliche Gelder sind begrenzt, weshalb diese Einrichtungen grösstenteils durch Spenden finanziert werden. Im Ausland gibt es solche Stationen bereits seit mehreren Jahren, in ganz Europa sind es über 130.

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