Darum gehts
- AKW Gösgen startet am 21. März 2026 nach zehn Monaten Stillstand
- Sicherheitsmargen durch neue Rückschlagventile und Verstärkungsmassnahmen erhöht
- Seit 24. Mai 2025 ausser Betrieb, Verzögerung um drei Wochen
Das Atomkraftwerk (AKW) Gösgen in Däniken SO geht voraussichtlich am 21. März 2026 nach rund zehn Monaten wieder ans Netz. Die erforderlichen gedämpften Rückschlagventile wurden in den letzten Wochen eingebaut, wie die Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG (KKG) am Montag mitteilte.
Das AKW ist seit dem 24. Mai 2025 nicht mehr am Netz. Eine Wiederinbetriebnahme war für den Februar vorgesehen und hat sich verzögert. Die Betreiber wurden mit physischen Verstärkungsmassnahmen im Speisewassersystem beauftragt.
Damit seien die bestehenden Sicherheitsmargen weiter erhöht worden, schreibt die KKG. Die Erstellung letzter Sicherheitsnachweise und deren Prüfung benötige noch Zeit. Deshalb verschiebe sich die Wiederinbetriebnahme um drei Wochen.
Ursprünglich war Revision letztes Jahr auf einen Monat angelegt
Im Rahmen einer geplanten, technischen Modernisierung identifizierten die KKG letztes Jahr mögliche Überlastungen im Speisewasser-Rohrleitungssystem, die bei einem Rohrbruch im nicht-nuklearen Bereich der Anlage auftreten könnten. Sie meldeten diesen Befund im März 2025 dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi).
Ursprünglich war Revision letztes Jahr auf einen Monat angelegt. Im Sommer 2025 wurde bekannt, dass sie deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen wird, da die KKG einen Austausch von Rückschlagklappen vornehmen musste.