Der Aargauer Regierungsrat lehnt den vom Bundesrat vorgeschlagenen Orientierungstag für Schweizerinnen zu Armee und Zivilschutz ab. Der Zeitpunkt für einen solchen Informationstag ist laut Regierungsrat «ungeeignet».
«Zurzeit und auch auf lange Sicht hat die Armee andere Prioritäten, namentlich im Bereich der Nachrüstung», schrieb der Regierungsrat in seiner Stellungnahme an das Staatssekretariat für Sicherheitspolitik. Falls der Bundesrat an seinen Plänen festhalte, solle der Bund die Aufwendungen «angemessen abgelten».
Das Nein des Regierungsrats steht im Kontrast zu einer im Aargau 2024 eingeführten obligatorischen Sicherheitsveranstaltung für 23-jährige Frauen und Männer.
Die Veranstaltungen für Schweizerinnen und Schweizer sowie niedergelassene Ausländerinnen und Ausländer würden insgesamt gut aufgenommen, hielt der Regierungsrat im September in der Beantwortung einer Interpellation im Grossen Rat fest.
Trotz Kosten für die Regionen und wenigen Rekrutierungen für den Zivilschutz sehe man keinen Grund für einen vorzeitigen Abbruch.